Die Woche ist rum gegangen, ohne dass ein Handwerker im Atelier war. Falsch, Freitag hat man tatsächlich die Holztür in meinem Ofen verbrannt und ein dünnes Wändchen eingezogen. Jetzt soll alles trocknen und dann wird noch verputzt, aber ich kann besser arbeiten. Was mir heute allerdings nicht gelungen ist, aber Übermalen hat geklappt. Was außerdem war, war, war, dass die Stadtwerke nochmals da waren, um den Strom abzulesen. Es war ein Bekannter von mir, P.H., der gesagt hat, beim 1. Mal lesen wäre gar kein Verbrauch gewesen, dann hundert. Da kann man sich schon mal verlesen.
Wenn ich im Blog zurückblättere, so sind schon viel zu lange keine Bilder drin gewesen, das muss anders werden. Was mich aber wieder mal überrascht hat- beim Gongen haben wir ja oft Kerzenlicht an- wie interessant viele Bilder bei Kerzenlicht aussehen. Man sollte mal eine Eröffnung bei Kerzenlicht machen, die Farben bekommen eine eigenartige Kostbarkeit. Michelangelo hat ja oft mit einer Fackel auf dem Kopf gearbeitet, was den Skulpturen bestimmt ein gespenstiges Aussehen gegeben hat. Wenn er sich bewegte, bewegten sich auch die Schatten. Und was soll ich sagen, man kann neidisch auf seine Arbeitsergebnisse sein.
Für 2012 nehme ich mir vor, mal mit der Hasselblad im Dunkeln zu fotografieren, mehr Experimente zu machen. Mir gefallen die Fotos gut, die nachts in den Straßen von Paris entstanden sind mit langer Belichtungszeit. Aber wie komme ich mit viel Zeit im Koffer nach Paris? Ob unsere Straße auch was hergibt? Mal habe ich in der Völklinger Hütte Dunkles fotografiert, aber da stand sofort ein Wärter neben mir, der sagte: das ist verboten. Das Objektiv war noch nicht mal wieder geschlossen und er hätte sich ausrechnen können, dass das eh nix wird. Manchmal ärgere ich mich über die Art, wie ich so belehrt werde. Man merkt aber auch am Unverständnis anderer oft, dass man doch etwas außerhalb steht, wenn man “Unnützes Zeug” macht, wie der Handwerker gesagt hätte, wenn ich mich mit ihm unterhalten hätte.