Das Bauchgefühl

Wenn ich zum Beispiell in der glücklichen Lage bin, mir ein Bild kaufen zu können, dann entscheide ich immer mit dem Bauchgefühl. Betrete den Raum und schnell: das ist es. Da habe ich mich auch selten getäuscht, oder hinterher gesagt: wie konntest Du so dumm sein?

Ich brauche  ja dann auch keine Ueberlegungen über das Preis- Leistungsverhältnis anstellen und das Nützlichkeitesprinzip durchschauen wollen. Denn nützlich im herkömmlichen Sinn sind richtige Kunstsachen ja nicht, und das ist das Schöne daran. Das verbindet die Beschäftigung mit Kunst auch irgendwie mit Liebesdingen. Die Musiker sprechen ja auch davon, dass sie sich in einen Ton auf einem Instrument verliebt haben. Es werden Saiten zum Klingen gebracht, die sonst wenig zu sagen haben. Echt super ist so etwas und schade, dass Leute manchmal Künstler in ihrem Wert knapp hinter Bettlern oder Einbrechern einstufen, was natürlich auch damit zusammen hängt, das auch furchtbare Stümperhaftigkeit und Verlogenheit vorgestellt wird mit dem Brustton: so schlecht, wie ich das mache, das ist eben mein Stil. Wehe, es wagt jemand zu sagen, aber so geht das nicht, da wird in meinem Innern nur Abscheu ausgelöst und nicht diese Freude, die bei schönen Sachen in mir sagt: schön wie die Natur.

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