Dresden

Wir waren ja im Krieg nach Dresden evakuiert, um dem Bombenregen zu entgehen. Ehe dort der Bombenregen los ging, passierte  folgendes. Meine Mutter war dabei für uns Karamellbonbons herzustellen, als meine Schester V. in die Küche stürzte und rief: „die werfen W.(meinen Bruder) in die Elbe.“

Wir rasten zum Ufer der Elbe, es war ein Streit um meines Bruders schöne Angel, die man ihm wegnehmen wollte. Ein Junge der Feindesgruppe lag am Boden. Meine Mutter hob einen großen Stein auf und hielt ihn über seinen Kopf. Meine Schwester V. ließ ein leises warnendes „Mutti!“ hören, da legte sie ihn zur Seite.

Was ich damit sagen will: ich habe das auch so ein bisschen an mir. Als mein jüngster Sohn nach seinem 1. Schuljahr mit einer verletzenden Beurteiung der Lehrerin aus der Schule kam, war meine 1. Reaktion: ich gehe hoch und schlage sie zusammen.

Es sind immer noch meine Kinder, wenn auch nicht mehr richtig klein, aber ich warne Leute, ihnen weh zu tun. Wenn mir so was zu Ohren kommt, gibt es echt Aerger. Natürlich wäre es mir auch recht, wenn sie beim kleinsten Verdacht auf Grobheiten Abstand nehmen würden und selbst auf sich aufpassen. Denn mit hunderten Kilometern Abstand ist das für mich schwer zu machen.

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