Pause

Also Pausen sind immer nix, wenn man künstlerisch tätig sein will. Ich kann meine Freundinnen verstehen, die so wenig Zeit haben und dann eigentlich gar nicht mehr anfangen wollen. Ich habe heute mal wieder angefangen, es sind außer schönen Farben nur wenig sagende Wischereien entstanden. Aber ich muss auch gestehen, dass spielerisch lockerer Umgang mit Farbe mir auch gut getan hat. Für mich hat es schon was von :richtig viel Dreck- schmutzige Finger,  schmieren. Wenn es dann nicht richtig gut wird, kann man nix machen, man ist nicht so richtig in der Aufgabe: mit den Sinnen denken.  Da muss ich durch, wird schon wieder. Wenn das denn so einfach wäre: ich muss nur machen, dann wird es schon gut. Manchmal denke ich: Leute, die ganz laienhaft arbeiten, lassen vielleicht gar keine Kritik vor ihrem Machwerk zu. Sie denken: ich habe es gemacht- seht her, wie schön! Jetzt mischen sich ja bei jedem bessere und schlechtere Arbeiten und in der Moderne denkt sowieso jeder: was der kann, kann ich schon lange. Man müsste ja eigentlich auch dazulernen, wenn man sich jahrelang mit einer Materie beschäftigt, und auch lernen beim Betrachten von besseren Arbeiten… ich weiß halt auch nicht. Es ist schon so, dass es einen Unterschied gibt, wenn einer berufsmäßig künstlerisch arbeitet und wenn einer nur nach Feierabend zu Vergnügen oder aus Eitelkeit arbeitet. Viele sind ja auch bei Behandlung ihrer Depression zur Malerei geführt worden.

Wie soll man sich da zurechtfinden oder eine Meinung bilden, ohne ungerecht zu sein? Ich sage einfach mal so: eine stärkere Persönlichkeit macht auch stärkere Sachen. Die Kraft, die aus dem Menschen herausdrängt, wird an der Arbeit fühlbar. Vergleichen wir es mal mit Wasser.  Mal plätschert es, man hört es am Geräusch, mal ist viel Wasser, schweres Wasser, das um die Steine herumrauscht- mehr Kraft, mehr Wirkung.

Hoffentlich finde ich wieder in eine kreative Phase- ansonsten war es nix mit einem starken Spätwerk.

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2 Kommentare zu „Pause

  1. ja, das stimmt, wenn man zu lange pausiert, kommt einem das, was man so macht, gemacht hat, wieder machen will oder soll, plötzlich ganz abwegig vor. andererseits – wenn man pausenlos macht, kommt man sich plötzlich vor, als wollte man mit einem kaputten auto nach schweden fahrn, oder fängt an, sich selbst zu kopieren – ja, mit den sinnen denken, das ist sehr gut gesagt. das vertrauen darauf, dass pausieren auch sammeln sein könnte, für später. also: nicht ganz aufhören, sondern aufmerksam bleiben und sammeln für später. ganz ohne vorräte lässt sich ja auch nichts machen.

  2. Ich denke, dass ich auch ne Pause brauchen kann und hoffe auf gutes Weitermachen nach einer Sammelphase- danke für Kommentar

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