Zeit2

Eigentlich müsste es „Zeit3“ heißen, denn es gab schon mal einen Artikel über Zeit. Da schreibt man locker irgendeine Überschrift und kann sich aber nicht richtig an frühere Beiträge erinnern. Aber ich halte das für normal.

Also wenn ich jetzt über Zeit nachdenke, dann habe ich das Gefühl, dass ich aus der Aktualität heraus gewachsen bin. Da gibt es so viel, über das Leute richtig begeistert sind, das ich aber blöd finde. Ich will da nicht nach den Sternen in der Kunstszene greifen, es gibt so viele Namen, die mir gar nichts sagen. Da liest man, dass dieses oder jenes Paar sich getrennt hat- ei ich kenne weder den einen noch den anderen. Schaue auch nicht: Deutschland sucht den Superstar und auch Musiksendungen nur selten.In Pop Konzerte komme ich nicht.  Volksmusik im Fernsehen schon gar nicht und die vielen Krimis gehen mir schon lange auf die Nerven. Ins Kino komme ich auch fast nie, Computer Spiele kenne ich auch nicht, na usw. Ich könnte noch viel aufzählen, was zu unserem Zeitgeist gehört und mir unbekannt ist. Da ich aber so interessante Kinder habe, kenne ich inzwischen einiges aus der modernen Lyrik, einiges aus der Computer Welt, komme ohne Windows aus und kenne einige zeitgenössische Künstler wie A. Reyle, Uwe Henneken, die ich ohne meinen jüngsten Sohn nicht kennen würde. Dazu kommt Irgendlink, der mir bei der Einrichtung des Blogs geholfen hat, und dessen Blog mir Anregung gegeben hat.

Auf der einen Seite d’emod’ee, auf der anderen Seite interessierter als andere gleichaltrige Leute.

Wenn man jetzt schon so alt ist wie ich, kommt man unerbittlich zu dem Schluss, dass die Zeit so etwas wie ein eingegangener Pullover ist. Es ist nicht mehr so viel davon da und ich frage mich, wie ich sie am besten nutze. Dass ich nicht alles so machen kann, wie ich will, war schon angedeutet. Einfach, weil nicht so viel Zeit da ist. Ich kann auch nicht mehr alles so machen wie früher- passt auch nicht so gut, wenn ich z.B. zum Rodeln ginge. Was macht ein alter Mensch, was zieht er an, wird man ihm einen Sitzplatz anbieten in der Straßenbahn? Also ich habe das früher gemacht- meine:  alten Leuten meinen Sitzplatz angeboten. Wieviel schlechte Laune ist angebracht, wenn man nicht mehr so gut sieht, hört, laufen kann, im Garten schuften kann? Wenn sich Krankheiten breit machen und die Gesprächsthemen beherrschen, man immer öfter auf Beerdigungen gehen muss?

Ich denke, da wird sich schon ein passender Weg finden, wie man ans Ende kommt. Es zeigt sich ja auch Größe darin, wenn man die Mängel nicht noch durch schlechte Laune breit tritt.

Kann mir vielleicht einer sagen, was Trackbacks und Pingbacks sind? Schließlich kann man ja immer noch was lernen.

Jetzt beschäftigt sich ja mancher Zeitungs- oder Fernsehbeitrag mit „Altern“, weil es auch viel alte Leute gibt. Aber das, was da so kommt, ist eigentlich schon mal albern oder auch schon mal uninteressant. Es macht keinen Sinn, wenn man so tut, als wäre man jung und die moderne Jugend versucht zu kopieren. Also ich habe erst mit 70 angefangen, über Alter nachzudenken, manche kommen sich schon mit 30 alt vor. Also jetzt ist aber genug, hoffentlich fällt mir auch noch Lustigeres zum Thema „Zeit“ ein.

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