Altlasten

Bei dem vorigen Artikel konnte man wieder mal sehen, wie Altlasten das Leben lang Einfluss auf das haben, was wir so machen. Manches erscheint ja dann irgendwie völlig unverständlich, weil man den Faden zu den Altlasten vergessen hat.

Was meine Schulbildung anbelangt, so habe ich wirklich viel vergessen. Die 1. Schultage waren für mich in Dresden und sehr angenehm. Ich habe mit Begeisterung Buchstaben in die Tafel geritzt, bis die Angriffe 1945 der Sache ein Ende setzten. In Rockershausen, einem unsäglichen Ort, in dem wir dann wohnten, kann ich mich nur an weniges aus der Schulzeit erinnern. Ich bin auf dem Schulweg über Geländer balanziert, es hat Schulsuppe gegeben, in der nur Petersilie war, alle Altersstufen waren in einem Raum, um den Ofen rum hat es nach nassen Sachen gestunken und die Kinder sind über Tisch und Bänke gelaufen, weil der arme Lehrer nicht mehr so viel Nerven hatte. Er war schon pensioniert und sollte noch mal aushelfen. Und die arme Französisch Assistentin stand vor leeren Bänken, weil wir noch die Sache mit dem Feind in den Knochen hatten. Ich wagte als einzige, mich bei ihr wegen Kopfschmerzen zu entschuldigen.

Aber da könnte man noch ellenlang alte Geschichten auskramen- von den gleichen Ereignissen hat dann auch jeder andere Einzelheiten im Kopf. Meine älteste Schwester interessiert sich viel für Familiengeschicht und ich bin froh, wenn ich sie manchmal noch was fragen kann.

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