Sorge

Als die Kinder noch klein waren, war das so ein ständiger Begleiter. Wenn was passiert war- ein Finger gequetscht oder sonst was, dann hat man voll den Schmerz geteilt. Jetzt ist das schon anders: das Gefühl , dies oder das machen zu müssen, nah sein zu wollen, helfen zu können, ist da, aber es liegen Kilometer dazwischen und ich habe das Gefühl, dadurch dass die Kinder erwachsen sind, hat sich da einiges geändert.

Jetzt kann ich mir sogar mal Sorgen um mich machen. Heute morgen habe ich, ohne zu denken, den Bademantel an die Garderobe gehängt. Gerade die Sachen, die ich so automatisch im Haus mache, kommen manchmal etwas durcheinander. Dann denke ich: aha Alsheimer!

Wenn die Kinder anrufen, klingt die Frage: wie geht es? auch manchmal etwas besorgt. Und ich frage mich, inwieweit Sorge vom Kranken als angenehm empfunden wird. Mein Bruder hat mich da auf die Idee gebracht, dass er nicht umsorgt sein will, weil er auch nicht krank sein will (wer will das schon?), aber es ist noch was andres, er lehnt tatsächlich Krankheit als einen Makel ab.

Jetzt bin ich aber ersma froh, dass meine Tochter angerufen hat und zunächst von dem intensiveren Sehen angenehm überrascht ist. Wenn man dann halt auch Spinnen oder ähnliches, was nicht in die Wohnung gehört, besser sieht.

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