Sorge2

Ich denke es ist, wie bei vielen Dingen, es kommt auf das „wie“ an und auch darauf, aus welchem Antrieb Sorge geäußert wird. Ich habe vor einiger Zeit mal den Rappel gehabt, etwas abzunehmen. Fast jeder zweite: ach Gott Frau  R., hann sie abgenomm!  Sinn sie krank?

Wenn ich jetzt wirklich an Krebs erkrankt wäre, wäre mir das ja auch keine Hilfe gewesen. Wenn ich zu einem Blinden sage: ach Gott und du siehst gar nix du armer Kerl! Das ist noch nicht so schlimm wie : guggemo der da, der ist jo blind! Und dann sich blöd verhalten, als ob der Blinde auch taub wäre.

Ich denke, man könnte noch viele Beispiele über ein ungeschicktes „Wie“ angeben. Manche Leute leben in einem so engen Kreis, dass ihnen alles, was da nicht drin ist, abartig erscheint. Es macht ihnen dann auch wenig aus, einen alten Mann zusammen zu schlagen, weil sie keinen alten Mann kennen und lieben. Sprich: lass doch den Mann in Ruhe, es könnte dein Onkel F. sein.

Zeigt man dann kein Zeichen der Fürsorge, weil man denkt, es kommt doch schlecht an, ist es auch nicht richtig. Der Kranke denkt dann: ich kann leben oder sterben, das interessiert hier niemanden. Wie vorhin schon angedeutet, wenn man jemand liebt, dann wird man es schon richtig machen.  Beziehungen müssen aber auch erarbeitet werden.

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