Nur ein Traum

Heute nacht habe ich erstmal schlecht geschlafen und dann habe ich noch geträumt, dass ich zum Tode verurteilt sei und kurz vor der Exekution stand. Erst war die Rede von Köpfen, dann von Erschießen. Das ist ja nicht so ungewöhnlich,so ein Traum. Im Traum dachte ich noch: du bist nur aus Gefälligkeit dieser Vereinigung beigetreten, gegen deren Gesetze du verstoßen hast. Wärest du gar nicht erst dieser Gruppe beigetreten, wärest du jetzt nicht in der misslichen Lage. Und ich fand das gemein.

Jetzt wird es im Wachen für mich interessant. Wie habe ich mir das erklärt:

Da gibt es 2 Ereignisse am gestrigen Tag. Ein Vortrag eines Psychologen vom Kunstverein initiiert, der sich als langweilig herausgestellt hat, wo ich mich aber nicht traute, aufzustehen und rauszugehen, weil ich in dem Verein schon viel gearbeitet habe und ein gewisses Ansehen dort habe.

Dadurch sind wir dann bei einem Essen zu spät gekommen, das Buffet war etwas verbrutzelt. Also der 1. Punkt meint irgendwie selbst auferlegte Pflichten, der 2. meine allergischen und empfindlichen Reaktionen auf Essen.

Was der Traum halt schafft: deutlich machen, dass eine Verbindung an einen Verein oder ähnliches auch heute noch unangenehme Pflichten mit sich bringen kann- sprich Druck- du darfst hier nicht hinwerfen, musst weitermachen. Z.B. beim Kanufahren, wenn das süddeutsche Meisterschaft war, konnte man schlecht sagen : ich will lieber ins Freibad und in die Disco. Oder beim Kunstverein: ich hatte angefangen, einen Raum zu gestalten für den Verein, was sehr viel Arbeit und Kosten mit sich brachte. Nachdem die Decke mal abgerissen war, konnte ich schlecht sagen: ich mache nicht mehr weiter, gehe lieber Eis essen.

Das hat ja wohl nix damit zu tun, dass man zum Tode verurteilt werden kann. Dieser Punkt hängt wieder mit meinem Splitter zusammen, der mich immer wieder quält- wie war es möglich, dass so viele Leute, die man für nett einstufen würde, im 3.Reich mitgemacht haben?

Die Eltern und andere Deutsche  haben sich binden lassen und geglaubt, ihren Schwur, der damals nötig war, nicht brechen zu dürfen.  Man begibt sich mehr oder weniger freiwillig in eine Lage, die sich als Zwickmühle herausstellt und die wenigsten verstehen im rechten Moment „LMA“ zu sagen, was ja damals als Möglichkeit auch nicht vorgesehen war. Ich kann mich drehen und wenden, wie ich will, es war einfach so was von dumm gelaufen, wie man es sich heute nicht mehr vorstellen kann. Dazu muss ich sagen, dass mir weitgehend historische Kenntnisse fehlen, weil mein Geschichtsunterricht mit dem Bild aufhörte: der Lotse geht von Bord, was damals der Bismarck war. Aber außerdem war ich recht faul in den Fächern Geschichte und Erdkunde, weiß heute noch nicht gut Bescheid über die vielen Länder und Inseln, die es so gibt. Und dazu die vielen Sprachen, in manchen Ländern mindestens 3-4,  kein Mensch könnte das alles lernen. Man hört jetzt auch viel mehr von anderen Ländern, was ich echt gut finde.

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