Morgens-abends-Sonne

Am morgen, wenn die Blätter noch nass sind und Hunderttausende glänzender Lichtpunkte entstehen, wenn die Tropfen am Balkongeländer wie Diamanten funkeln. Am Abend- gestern waren wir um die Zeit in einem Gestüt- ein Pferd mit weißen Flecken und weißem langen Schwanz geht um die Hausecke und wird von der Abendsonne getroffen- unbeschreiblich der Glanz auf dem Fell und erst recht auf dem Schwanz. Es war wie ein Blitz ins Auge: verweile doch, du bist so schön, konnte man nicht denken, da war es schon samt dem Geräusch der Hufe verschwunden.

Ich denke, dass es mir sehr schwer fallen würde, ohne sehen zu können, bei guter Laune zu bleiben oder in einem Land, wo es wenig bis keine Sonne gibt. Ich mache ja zu viel Fotos, aber das würde mir auch fehlen, wenn ich nicht, wenn mich was interessiert, den Apparat zücken könnte.  Allerdings habe ich manchmal auch schon gedacht: fotografiere einfach in Gedanken, in deinem Kopf, an das eine oder andere Foto dieser Art kann ich mich auch noch erinnern, aber die meisten sind vergessen. Den schönen Pferdeschwanz, den ich auch nur mit dem Kopf festgehalten habe, werde ich nicht so schnell vergessen. Manches Erlebnis in der Natur lässt sich auch schlecht  mit dem Foto festhalten, vielleicht ist das auch gut so, sonst würde man die Fähigkeit mit dem Kopf zu fotografieren, verlernen.

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