Ausstellung vorbei

Wenn man hier so in der Gegend an mehr oder weniger dafür geeigneten Orten ausstellt, dann bleibt beim Abräumen ein wenig ein schaler Geschmack. Erst grübelt man lange, welches Bild, dann wie hänge ich auf, im Hinterkopf der Gedanke: blamiere ich mich jetzt hier? mache ich das richtig usw.

Heute hat B. ihre Arbeiten wieder ins Atelier geschleppt.  Sie hatte sich so gequält beim Aufhängen. Über die Wirkung der Bilder will sie sicher genau so wenig nachdenken, wie ich es in einem solchen Fall tue. Die Beziehung vom Künstler zum mehr oder weniger unbekannten Betrachter steht auf wackeligen Beinen. Selten hört man: die Farben, der Aufbau- gut. Eher schon: interessante Technik, ich male ja auch. Oder: Wer hat die Rahmen gemacht, war das teuer?

Oder: ich habe mir ja die Schuhmacher Ausstellung angesehen- fabelhaft!

Es fehlt mir ein Interesse an der malenden Person und deren Denken. Auf der anderen Seite, in Musik und Lyrik ist es auch nicht besser, man muss schon ein wenig Mühe aufbringen, muss sich die Beziehung erarbeiten, sich länger als 5 Minuten damit beschäftigen. Oft sind Leute abgehetzt, B. war es heute auch.

Ich habe mir ja vorgenommen, mehr zu lesen, damit es sich nicht so blöd anhört, wenn ich was zu künstlerischen Arbeiten sage. Am besten, ich beantrage mal etwas längere Tage. Der heutige Tag war ja ein Geschenk, weil ich gestern dachte, es sei schon Samstag. Morgen fahre ich mit Kunstverein ins Pompidou nach Metz, das Gebäude interessiert mich. Und darum gehe ich jetzt auch ins Bett.

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