Sport

Vorgestern habe ich einen sehr interessanten Vortrag über das Zusammenspiel der verschiedenen Vorgänge im Körper gehört. Mein Studioleiter D. hat das gut gemacht. Gestern habe ich viel im Auto gesessen, mich wenig bewegt, musste mich aber voll konzentrieren, weil ich unbekannte Verkehrsführung, schlechtes Wetter und Dunkelheit beim Fahren gar nicht mehr gewohnt bin. Der Körper ist nach so einem Tag nicht richtig zufrieden und ich war geneigt, sein unzufriedenes Gekrummel mit etwas Wein zum Schweigen zu bringen. Heute Abend habe ich dann in der Wirbelsäulengymnastik gemerkt, dass er sagte: schon besser! Es ist wirklich interessant, wenn man sich mit Bewegung auseinander setzt.

Ich laufe einfach zu wenig und habe mir vorgenommen, das,  wie auch immer, zu ändern. Das Fernsehen ist ja auch eine blöde Angewohnheit. Gut, nach Santiago möchte ich nicht direkt mitten im Winter laufen, aber ich denke: so schlecht ist das auch nicht. Die ursprüngliche Bewegung, ehe es Autos und das alles gab, hat ja auch die Leute irgendwie fit gehalten. Blöd ist halt nur, wenn so ein Weg an vielen Autos vorbei führt, wie Irgendlink auch schon mal schreibt.

Ab wann wird ein älterer Mensch, der nicht mehr gut laufen kann, eigentlich lästig?

Meine Freundinnen, mit denen ich in Wien war,  lassen gar nix von sich hören. Ich frage mich, ob ich nicht einfach sagen soll: dann halt nicht- macht es doch, wie ihr wollt. Nachtrag: meiner Freundin Sü. habe ich Unrecht getan, sie hat telefoniert, ohne dass ich es bemerkt habe und außerdem ist die Arme krank. Das ist dann wie bei 10 kleine Negerlein…)

Wenn jemand freundlich und lieb ist, ist er das vielleicht nur aus Höflichkeit, weil er denkt: der oder die Alte soll nicht merken, dass sie mir eigentlich auf die Nerven fällt, dass ich sie gar nicht mehr sehen kann. Sollte man seine Bedenken mit Heiterkeit verdrängen?

Manchmal schleicht sich schon eine gewisse Unsicherheit bei mir ein. Manche älteren Leute glauben sich beliebt machen zu können durch Geschenke. Eine Dame sagte mal bei einem Kaffeekränzchen : “ zu mir sind alle Leute freundlich, ich bin nämlich eine Erbtante.“

Gut, dass hat jetzt wirklich wenig mit Sport zu tun, aber das Gefühl, man kann noch mithalten, ist gut gegen die Unsicherheit.

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