Haus

So ein Haus, wo man zum Fenster rausschauen kann, das hat schon was. Also gestern Abend war ich mir nicht mehr so sicher, ob Obdachlosigkeit eine gute Alternative für das Alter sein könnte. Da müsste man dann so weit gelaufen sein, dass man nicht mehr mit Schneebergen zu kämpfen hätte.

Heute morgen habe ich geschätzte 30 cm Schnee weggeschippt, wobei die Schippen über das Treppengeländer wuchten ein gewisser Kraftauftrag war.

Aber jetzt mal ganz davon abgesehen, als ich gestern gegen 19 Uhr aus dem Atelier kam, war ich doch tief berührt von der Schönheit dieses Eindruckes „Weiß“! Man sah keinen Bordstein, keinen Dachkannel mehr. So vieles, was man sehen kann, war zu wenigem, was man noch gesehen hat, geworden. Toll, ich werde es nicht vergessen. Vielleicht war das zuvorige Qigong an der Wahrnehmungsintensität nicht ganz unschuldig.

Man kann schon viel machen, damit es besser wird. Morgens fällt mein Blick immer auf das Foto meiner Schwester W. , die jetzt schon über 2 Jahre tot ist, und ich denke: zum Glück ist noch Kraft und Freude da, die Schlechtlaunigkeit vertreiben kann. Jetzt gehe ich aber doch schnell mit dem Foto und meinen neuen Winterschuhen los, hoffentlich gelingt etwas!

Also die Reihenfolge der Bilder ist nicht gelungen. Zuerst kommt das Foto mit Weg und Baumschatten, dann das Foto, wo das Tier am Wasser getrunken hat, dann wo es unter dem Zaun durch gekrochen ist, und zuletzt wo es auf der Schafweide nach oben verschwunden ist. Diese Spuren zeugen von einer gewissen Spontaneität und Freiheit, das was ich mir für meine erträumte Obdochlosigkeit gewünscht hätte- aber die Kälte würde mich sicher bald umbringen- na ja- mal sehen..

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