Neues aus dem Brennofen

Ich habe ja von meinen Bemühungen, aus Batsch Gefäße zu machen, gesprochen. Und dass man sich fragen kann, was den Schrühbrand übersteht. Ich schaue ja dann immer mal, wenn der Ofen an ist, weil ich Angst habe, es könnte Unangenehmes passieren. Ich steh so neben dem Ofen, innen sind 190 Grad, da gibt es einen Bumm innen und der Ofen wackelt. Also welches Gefäß ist explodiert? Ich muss warten, bis der Brand fertig ist bei 900 Grad und wieder abgekühlt ist, ehe ich die Tür öffnen kann. Es knirscht wegen der Tonbrocken, ich linse hinein, es ist der ganz alte feste Tonbrocken, an dem ich den Schimmel abgeschnitten hatte und sonst wenig gemacht hatte, der in eine erstaunliche Menge Tonbrocken zerfallen ist. Interessant! Die Menge scheint sich verdoppelt zu haben, vielleicht ein Grund für das plötzliche sich Ausdehnen- Zersplittern. Was kann man da lernen? Sich nicht zu viel „in sich selbst zurückziehen“ zulassen, weil man sonst zerplatzen kann.  Lieber von Zeit zu Zeit kleine Explosionen zulassen. Ich vermute, der Tonballen hat 15 Jahre im Atelier in einer Ecke gelegen. Aber die anderen Gefäße sind zum Glück nicht mit kaputt gegangen. Die Brocken haben mir eigentlich auch ganz gut gefallen. Wenn andere Gefäße auch heil bleiben, dann freue ich mich. Es ist halt viel leichter , mit neu gekauften Ballen zu arbeiten. Aber wie habe ich in der Schule manchmal gesagt, wenn die Schüler gestöhnt haben: „sollen wir vielleicht etwas Leichtes machen?“

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