Spaziergang

Wenn ich mich etwas bewegen will, gehe ich manchmal durch ein Villenviertel bei uns in der Nähe. Ich habe schon mal von einer schönen Kiefer gesprochen, die ungefähr zeitgleich mit dem Tod des Besitzers gefällt wurde.

Ich wollte mal von meinem Eindruck beim Betrachten der Villen sprechen. Ein Besitzer, dessen Garten lange an die Straße stößt, hat ein Halteverbotsschild gemalt und in die Hecke gehängt, dazu ein kleineres Hundekackverbotsschild. Was mich immer wieder wundert, ist, dass das Viertel daher kommt, als ob eine schlimme Krankheit alle Bewohner dahin gerafft hätte.

„What is he doing in there?“ fragt Tom Waits in einem Lied. Nicht mal Hunde habe ich gesehen, meist sieht man fast nur die Dächer, weil blickdichte Zäune da sind. Alles ist da: Haus Garten Garagen  Autos, aber keine Leute. Ein Haus ist extrem krass: der Vorgarten etwa 3m tief nur grauer Schotter, die Straßenfront nur grau glänzende Garagentüren, ein Bunker ist einladender. Wenn die Leute aber auch gar nix mit anderen zu tun haben wollen, dann wundert es mich nicht, wenn Tatortstories aufblühen und Psychiater sich reich verdienen, damit sie sich dann auch ein Bunkerhaus bauen können mit viel Schotter  im Garten.

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