Einkauf

Schon oft hat mich eine befreundete Dame eingeladen, mit ihr in Neunki einzukaufen. Heute habe ich mich entschlossen, das zu machen, weil ich es mir lustig vorgestellt habe.  Wir waren in einem Geschäft, in dem ich es allein nur 7 Minuten ausgehalten hätte, etwa 1 1/2 Stunden. Der muffige Geruch der Klamottenmenge auf drei Etagen hat mir bös zugesetzt. Die anderen Geschäfte waren nicht ganz so überladen, aber ich hatte mir immer vorgestellt, so ein Einkauf würde mir Spaß machen, aber er hat mich an den Rand meiner Toleranzfähigkeit gebracht. Da merke ich wenigstens, wieviel mehr Spaß es macht, mit meiner Freundin S. ins Olet zu gehen. Das Vergnügen beim Einkaufen wird insgesamt stark überschätzt. An einem verkaufsoffenen Sonntag war die Autobahn fast bis Pisens verstopft- unnglaublich. Vielleicht nennt man das 21. JH. die Zeit der Kleider Einkauferei.  Die Schränke sind voll, echter Bedarf besteht nicht, die Waren sind teilweise sehr teuer, was könnte man mit dem Geld alles kaufen, wenn man sich denn für was anderes noch interessieren würde. Adelt es uns wirklich so stark, wenn wir uns teure Klamotten leisten können.

Ich habe mir manchmal Vorwürfe gemacht, dass ich meinen Kindern nicht durch Kleiderkäufe eine gewisse Eitelkeit anerzogen habe, aber wenn ich über meine Beobachtungen im Olet nachdenke, finde ich es doch nicht so schlimm. In Filmen sieht man ja manchmal Leute, die Schrankzimmer haben, oder auch noch Schuhzimmer, da würde die ganze Schuhpracht nicht, wie bei uns ,  auf den Treppenstufen stehen.

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2 Kommentare zu „Einkauf

  1. ach, liebe blinkyblanky, da sprichst du mir aus dem herzen. und ich gebe zu, dass ich schon gedacht habe: hätten mir meine eltern doch ein bisschen mehr eitelkeit anerzogen. aber diese blitzgedanken gehen immer ganz schnell vorbei. denn es gibt sooo viel wichtigeres. meine zeit im hilfswerk, wo wir mit menschen, die in die schweiz geflüchtet sind und nur das besassen, was sie auf dem leib hatten, hat mich nachhaltig geprägt.
    wenn ich was kaufen muss, gehts bei mir immer sehr schnell. rein, gucken, raus. nicht zum vergnügen, zumal im winter die läden viel zu heiss sind, wenn du in der winterjacke rein gehst.
    lieb grüsst eine dich-gut-versteherin

  2. Ja liebe Sofasophia, obwohl ich den Mantel auf dem Arm hatt, habe ich geschwitzt. Das sind doch mir fremde Leute, die stundenlang dann auch noch die Bedienungen beschäftigen, die auch noch höflich bleiben müssen. Als Bedienung würde ich vor lauter unterdrückten Schreikrämpfen am Abend zur Flasche greifen. Liebe Grüß vielleicht auf bald mal

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