Puh

Ich meine nicht „Puh der Bär“ , ich meine  : puh, mir ist nicht richtig gut. Es hängt vielleicht mit Wein trinken zusammen. So richtig gut bekommt mir das oft nicht, da wäre es ja nur logisch, das einzustellen. Was mir dann oft auch gelingt. Lange stand eine angefangene Flasche Rotwein auf dem Eisschrank und wurde von mir mit Verachtung bedacht: dein Wein schmeckt nicht und bekommt mir nicht. Gestern habe ich nur einen halben Schluck davon getrunken, schon habe ich von3-7 in der Früh nicht geschlafen. Laufe ich abends nur mit Teetassen rum, komme ich mir schon viel gesünder vor. Es ist wie beim Rauchen: eine innere Stimme sagt: vor lauter Gesundheit kannste auch gleich ins Altenheim. Aber das Rauchen habe ich trotzdem erfolgreich aufgegeben, weil ich mir von der „Illusion von Kühen nachreiten“ nicht die gute Atemluft verderben lassen wollte. Zigaretten finde ich inzwischen echt nur noch für Hersteller nicht überflüssig. Am liebsten rieche ich Tabak, wenn er gar nicht geraucht wird, sondern zum Trocknen aufgehängt ist. Aber der Wein! Heute wollte ich 2 Glühbirnen und eine Bügeltischauflage in einem Kaufhaus kaufen und was sehe ich: da gibt es noch von dem feinen italienischen Wein! Ich hatte gar keinen Einkaufswagen und habe gleich mal 2 Flaschen an mich gepresst und bin die Glühbirnen suchen gegangen. Dann bin ich noch mal in den Laden und habe weitere 5 gekauft, es waren dann nur noch 2 da für einen weiteren unbekannten Fan. Nach einem Abend in Gesellschaft, die ich schon lange kenne, habe ich eine halbe Flasche dann zu Hause getrunken, aber es fühlt sich nicht gut an in meinem Innern. Soll ich lange nach Gründen für die Trinkerei suchen? Ich denke, es ist eine Altersproblematik wieder mal gewesen. Eigentlich habe ich mich besser als sonst unterhalten können. Am Schluss sagte einen Ehefrau zu ihrem Mann: sei so gut und geh jetzt noch mal aufs Klo, du hast doch 2 Glas Bier getrunken. Der Mann ist nicht mehr so im Kopf, wie er mal war. Das hat bei mir wieder Ängste ausgelöst: wie geht das mit Dir mal weiter? Wann bist Du angekommen, wo es nur noch um Krankheiten geht? Der Gedanke: ein Glas Wein ist gut gegen Demenz hat die reitenden Cowboys ersetzt und mich zur Flasche greifen lassen. Zum Glück kann ich nach 2 Glas stoppen, sonst wäre mir bestimmt noch weniger gut. Und außerdem: das Essen im Lokal ist meistens eine Zumutung. Lachs in Gin gegart, glasierte rote Rüben, Senfsoße (ich hasse das Mehl in den Soßen, weil ich es oft beim Wählen vergesse) und Kartoffelschaum.  Morgen trinke ich die andere halbe Flasche, esse aber nicht so einen Verhau vorher und schreibe dann, wie es sich anfühlt, weil ich denke, es war doch nicht der it. Wein, sondern das Essen.

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