Begegnung

Jetzt aber mak wieder zur Atelierarbeit. Das Bild hat mich manches Mal zurm Aufgeben überredet. Die Überlegung, warum ich dann das alte überhaupt übermalt habe, wenn ich nur Schlechteres zuwege bringe, hat mich weiter wurschteln lassen. Der Anfang war ja eine helle warmfarbige, ausgefranste Form dunkelblau gerahmt mit blauen Streifen. (1. April). Dann schob sich ein braunschwarzer Rahmen dazwischen- eine Herzform bildend und eine herzähnlche Form umschließend und die helle Form erdrückend.

Obwohl gelbe Farbflecken auf das Bild geklatscht waren, war es viel zu dunkel. Nochmals ist es kurz am Übermalprozess vorbei geschrammt. Der Kontrast wurde zugunsten einer Farbverwandtschaft aufgegeben und der Titel „Begegnung“ kam mir in den Sinn. Wobei die Begegnung nicht so stattfindet, dass 2 ähnliche Formen nebeneinander stehen, sich womöglich den Kopf zuneigen 🙂 ,sondern die gelbe Form legt sich wie eine schützende Decke um die dominierende zentrale orangerote Fläche. Kitschig- aber auch schön. Ich werde, wenn ich noch mehr Zeit habe, noch länger darüber nachdenken, ob man das so lassen kann.

Ich glaube zwar nicht, dass sich jemand noch fragt, was aus dem rotgrünen Bild geworden ist mit der Monsterform? Es ist so kontrastlos, aber durch sein Profil nicht ganz langweilig.

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3 Kommentare zu „Begegnung

  1. mir gefällt aber auch das dritte, ja stimmt schon, wenig kontraste. aber es gibt auch solche momente am himmel, solche momente am abend, wenn das licht blendet und die kontraste löscht. gleicnzeitig gefällt mir aber auch das taktile des bildes. manchmal, an tagen, an denen es kalt ist, aber schon so hell – wie ein versprechen wärmerer tage. ja eigentlich: ein helles zögern.

  2. Also, gerade das mittlere Bild gefällt mir unheimlich gut. Auch, wie du es beschrieben hast, dass sich das Gelb auf das Orange legt. Ich habe ja noch nie wirklich mit Acryl gemalt, und ich bin ganz fasziniert, wie lange und wie deckend man drübermalen kann, als wäre es ein völlig neues BIld ohne vorherige Grundlage. Andererseits muss man natürlich sagen, ohne die vorherige Grundlage und die Unzufriedenheit mit ihr, wäre auch dieses Bild in der Form gar nicht entstanden!

    Sehr schön.

  3. Danke für die Ermunterung. Schaum hat recht, der Wechsel der Oberflächen ist auch reizvoll am 2. Bild. Dabei der Gedanke: warum müssen Liebesleute immer so nebeneinander stehen? Kann sich nicht einer mal als Hilfe und Schutz für den anderen verstehen, damit dieser sich besser entwickeln kann. Von Künstlerehefrauen hat man das öfter gehört (sie sind in ihrer Gutmütigkeit auch oft ausgenutzt worden), aber warum nicht mal Künstlerinnen helfen? Wenn man den Kopf in seiner Arbeit stecken hat, fällt die Beschäftigung wie Flüge buchen oder Ähnliches oft schwer. Franz Schubert sagte mal: „Leute wie mich müsste eigentlich der Staat ernähren.“

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