Aus dem Hausfrauenleben

Ich hatte einen wilden Entschluss gefasst, unten im Kellergeschoss ein kleines Bad zu modernisieren. Es störte mich, auf dem Klo zwischen Wand und Duschkabine eingeengt zu sein und zudem die Drückspüle, die man durchs ganze Haus hörte. Als nun die neue Kloschüssel montiert war,  der Installateur in Urlaub gefahren war,  merkte ich, dass es im Haus stank, wenn ich zur Tür rein kam. Schreck lass nach: das Klo ist nicht dicht, gehe runter, aber unten stinkt es weniger. Wechsele sicherheitshalber mal den Mülleimerbeutel. Beim nächsten Mal das gleicht Theater. Schließlich schaue ich in einen Topf mit 2 kleinen Blumenkohlröschen, der seit 2 Tagen auf dem Herd steht. Verteufelt, wie können so kleine Gemüsereste so stinken? Und ich hatte dem Installateur schon die Knochen verflucht.

Man kann auch durch solche Alltäglichkeiten leicht verunsichert werden. Das ist auch etwas, worüber man selten spricht. Aber für mich ist das nicht so schlimm, weil es nicht mein absolutes Lebensziel ist, mal eine gute Hausfrau zu werden.

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5 Kommentare zu „Aus dem Hausfrauenleben

  1. ich hab mal alle sorten schinken, fleisch und kaese aus dem kuehlschrank weggeschmissen bis ich merkte, dass eine stange lauch so bestialisch stank. also etwa das gleiche auf kleinstem raum: einer kuehlschrankfuellung. wenn man gerueche fotographieren wollte wird man vermutlich noch aergere probleme haben als licht und raum, was?

  2. Da haste recht, 2 Blumenkohlröschen und etwas Sahne haben die ganze Wohnung ausgestunken. Komischer Weise sind manche Gerüche irgendwo im Menschen gespeichert und können bei Wiederauftauchen Erinnerungen wach werden lassen. Also braucht man sie nicht zu fotografieren-danke fürs Antworten.

  3. *lach*

    Seit wir den Müll trennen, habe ich das selbe Theater. Es dauert länger, bis der Eimer voll ist und die Lebensmittel riechen mir zu sehr!

  4. die idee, gerüche fotografieren, habe ich schon versucht umzusetzen. das problem ist, für jeden riecht eben das bild dann anders. was aber letztlich egal ist. 🙂
    mit bildern gerüche heraufbeschwören – tja, das ist eine spannende herausforderung!

    bei uns im haus roch es neulich eine woche lang wie tote maus, ein geruch, den ich aus einer behindertenschule abgespeichert habe. da war unter der spiel- und kuschelmatratze so ein armes tierchen und stank lange vor sich hin. die arme putzfrau hat sich ganz schön geschämt, als wir den stinkherd fanden.

    so erzählen gerüche eben auch immer eine geschichte – die unsere erinnerung irgendwo gespeichert hat.

    wir sinnliche wesen, wir!

  5. Liebe Soso, danke für diesen guten Comment. Ich weiß auch, wie tote Maus riecht. Als Kind wollte ich mal eine im Biologieunterricht zeigen und habe sie im Ranzen vergessen. Auch habe ich mal in der Studentenbude 2 Paprikaschoten auf einem hölzernen Schreibmaschinenkasten liegen lassen, als ich in Urlaub fuhr. Der Geruch war ewig haltbar, jeder Parfümhersteller hätte bei der Dauer neidisch werden können.

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