Lesen und Turnen

Eigentlich unterhalte ich mich lieber, als dass ich lese. Vor daher schätze ich auch die Sache mit den Blogs. Heute war ich seit langem wieder mal in der Stadtbibliothek, wollte mir das Buch über Einsamkeit von Auster holen. Bekommen habe ich nur Leviatan- was heißt nur! Meine Benutzerkarte völlig überaltet. Diese Athmosphäre mochte ich. Früher ging ich hier oft hin, um in Kindlers Lexikon der Handzeichnung zu blättern, das sie nicht ausleihen wollten. Ich werde es bedauern, wenn der Standort mal aufgegeben wird. Wir wohnten am Anfang der Ehe mal dort in der Nähe, der Schwarzbach fließt da und ich habe mit meiner Tochter versucht, Papierschiffe zu Wasser zu lassen.
Es ist nur ein scheinbarer Gedankensprung, wenn ich jetzt von Gartenarbeit spreche. Gestern habe ich trotz „Gartenarm“ das letzte Stück Hang gekämmt- ein riesiges Gemenge aus Riesengras, Efeu, Brombeeren und Farn türmt sich jetzt neben dem Weg, den man nicht mehr benutzen kann. Ich denke, diese Stelle, die sich da am Schulterblatt verhärtet hat, kommt auch vom nächtlichen schepp im Bett liegen und auf dem Komputer tippen, denn wenn ich das mache, so wie jetzt, merke ich genau die Stelle. Wenn ich nur im Bett lese, tut es weniger weh. Also sollte ich eher lesen als mit dem Komputer rumhantieren. Man denkt ja nicht, was so einseitige Nutzung bei kleiner Bewegung für Gemecker des Körpers auslösen kann. Sport ist da schon besser, aber ich stehe jetzt auf und mache meine Qigongübungen.

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4 Kommentare zu „Lesen und Turnen

  1. Ich freue mich sehr, dass Du tatsächlich das Buch ausleihen wolltest. Und dass Du den Leviathan erwähnst, ist witzig, weil mein Mann dieses Buch mit in den Urlaub genommen hatte. Gute Besserung für Deinen Gartenarm.

    1. Liebe Sherry, mit Deinem Fach und der Arbeit, das scheint mir echt schwierig. Ich grübel auch von Zeit zu Zeit, wie ich das bißchen Zeit am besten nutzen könnte, wenn…
      Gerade bin ich an großen Gärten vorbei mit Schwimmbädern, niemand hat geplantscht, oder gelacht, oder faul im Garten gesessen.

    2. Danke für die Wünsche, liebe Mützenfalterin, gestern habe ich mit Soso über Dich und die Blogfreundschaften gesprochen-trotz dem Stress, der auf dem nicht einsamen Gehöft herr

  2. Ich möchte auch einen Garten haben. Aber im Moment begnügen wir uns mit Balkonkräutern. Ich lese gerade leider wieder nur fachspezifischen Kram, dabei meine ich das „leider“ noch nicht einmal ernst, weil es doch sehr faszinierend ist. Und trotzdem wünschte ich mir so sehr, der Tag hätte mehr als nur 24 Stunden, damit ich auch die „Einsamkeit“ von Auster lesen kann.

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