Lächeln

Manchmal blicke ich neidisch auf Leute, die anscheinend mit einem Lächeln im Gesicht geboren wurden. Ich habe eher einen Lehrerinnenblick und einen grimmigen Zug um den Mund, obwohl ich mir einbilde, nicht unfreundlich zu sein. Vielleicht strengt es mich manchmal an, Pessimismen, denen ich begegne und die auch in mir sind, zur Seite zu schieben. Wenn ich vielleicht die Medien meiden würde- so habe ich heute wieder gelesen, dass man ein totes Baby in Berlin gefunden hat- in den Nachrichten die vielen Kämpfe und was alles damit zusammenhängt. Kann man die Augen schließen und lächelnd sagen: es ist alles in Ordnung, ich bin super drauf. Auf jeden Fall wünsche ich es mir, zu einem Lächeln zu finden, das nicht zur grinsenden Maske wird. Verunsicherung in angenehmer Weise zur Seite zu schieben und heiter daherkommen.
Allerdings, wenn man so versucht, auf künstlerischem Gebiet zu annehmbaren Ergebnissen zu kommen und dann die Meinung vorbeischusselnder Betrachter reflektiert, kann einem auch schon mal das Lächeln vergehen.

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2 Kommentare zu „Lächeln

  1. ja, es gäbe viele gründe, dass uns das lächeln und lachen vergehen könnte. ich denke oft, dass ich mit einem lächeln oder lachen anderen menschen ein bisschen was ähnliches wie sonne schenken kann. nun ja, es gelingt mir nicht immer.
    ich stelle mir manchmal vor, dass ich in zwanzig jahren lachfalten statt kummerfalten um den mund will und muss dann über diesen nun ja absurden gedanken grinsen.
    herzlich, soso

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