Kunst und Spiel

Ich habe ja öfter schon mal gesagt, dass ich mich beim Malen in meine Kindheit versetzt fühle, Spiel mit den Farben, Freude an den Veränderungen. Gestern war ich mal bei der Gruppe Prisma, ich habe gerade die richtigen Aufseher erwischt. Ein großes Geschäft, über 2 Etagen mit Malerei und Skulptur gemischt gefüllt. Um einen flachen Tisch saßen auf Hockern A.Mann, w. Gräßer und K. Wingerter. Gerade letzterer mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht. Die drei haben mich sofort an Kinder erinnert, die auf einem Sandkastenrand sitzen und überlegen, was sie als nächstes anstellen können- richtige Lausbuben. Wenn das mit dem Geschäft nicht so viel Arbeit gewesen wäre, könnte man auch da schon von einem Lausbugenstreich sprechen. Mir hat das gefallen: ich mach mein Ding, so wie es mir Spaß macht, und ob jemand vielleicht Zweifel daran hat, ob das jetzt große Kunst ist oder nicht, ist mir egal. So ein wenig rumgestichelt wurde schon, aber der Gesamteindruck war äußerst unverbittert. Es ist ja auch nicht so, dass man vom Verkauf der Bilder leben muss, was schon mal ein Riesenunterschied ist.
Bei dem Meer an Kunst, das so in die Welt schwappt, ist es vielleicht schwer, die wirklich wichtigen Künstler, die mit ihrer Arbeit das Zeitgeschehen zu charakterisiern wissen, herauszufiltern. Aber ansonsten, wenn Nettigkeit vorherrscht, warum nicht. Der Schritt in die Öffentlichkeit kann sich ja auch mit einem Lernprozess verbinden- Ideen aufgreifen, verändern usw. Wenn jetzt einer von den drei Lausbuben 3 Bilder verkauft, fühlt er natürlich Stolz: Ätsch- ich hab verkauft, du nicht. Ich bin der Größte hier am Sandkasten!

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2 Kommentare zu „Kunst und Spiel

  1. ja, aber das SPIELERISCHE ist ja eigentlich das SCHÖNSTE! eine großartige, ernste und gar nicht mal einfache Sache, das hinzukriegen. Am schönsten ist das Spielerlische ja, wenn es auch alle anderen erheitert.

  2. Ja, so wie Du das siehst, kommt es der Kunst schon nahe. Das ist das: erst erwachsen und dann werden wie die Kinder… schwer zu erklären, warum bei manchen Spielereien doch noch ein Quäntchen Salz in der Suppe fehlt.

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