Ratlos

Inzwischen bin ich selbst etwas ratlos, wie ich die vielen Bücher unterbringe, ohne dass das Zimmer so voll gestopft wirkt wie zuvor. Alle Wände voll mit Regalen wie in einer Klosterbibliothek? Meine Freundin, mit der ich gern zu Ikea fahre, ist in die Türkei geflogen. Ich denke, es wird eine Mischung aus stehenden Regalen mit solchen, die an die Wand geschraubt sind. Das ist alles nicht so einfach.
Einfach ist immer, zu sagen, Du hast es verkehrt gemacht, hättest alles lassen sollen, wie es war. Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.
Aber das ist auch gemein mir gegenüber nach all der vielen Arbeit.
Ich sitze hier so ein wenig blöd herum- wie gesagt: ratlos.
Es ist aber auch eine gewisse Ratlosigkeit gegenüber dem Unvermögen, irgendwie was echt Lustiges zu unternehmen. Heute sind wir gegen 6 Uhr durch die Fußgängerzone gegangen. Unser Juwelier hatte die Läden zu und in den Schaukästen nur Fotos, weil schon öfter mal die Scheiben eingeschlagen waren. Außer einer Eisdiele habe ich keine Lokale oder Restaurants gesehen, von nirgendwoher ertönte Musik oder Gelächter, manche Geschäfte hatten auch kein ermunterndes Aussehen.
Wenn das Zimmer wieder eingerichtet ist, macht es hoffentlich auch meinem Mann gute Laune- öfter mal was Neues!

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7 Kommentare zu „Ratlos

  1. Wenn ich groesser rangiere mit Moebeln und so, einziehen beispielsweise, dann sitz ich auch oft ratlos rum. Ich bilde mir ein, dass das ein produktiver Vorgang ist, dieses rumsitzen. Das laesst ich aber Leuten, die mehr so einen Hau-Ruck-Umzug pflegen nur schwer erklaeren, gluecklicherweise bin ich bei Hau Ruck Umzug hoechstens mal helfender aussenstehender Freund. Wenn ich mir vorstelle man wuerde mich draengeln waehrend die Dinge quasi in der Schwebe sind, das wuerde mich stoeren.

    1. Ja das tröstet mich, vielleicht wird es ja wirklich eine gute Sache. Unten sind dann jetzt schon Bücher in ein Regal gewandert. Sieht eigentlich ganz gut aus.

  2. Bei meinem letzten Umzug war es so, dass ein alter Freund von mir mit einem Bücherkarton im Hof stand und fragte: Wie viel MB werden das sein, was meinste? Und wie schwer wäre das, als MB? Andererseits hänge ich auch an den Büchern als Gegenstände, aber es stimmt schon, sie werden zuweilen ganz schön dominant und man weiß nicht mehr wohin damit.Wenn mir jemand einen Bildband schenkt, muss ein andere Bildband gehen. Manchen hab ich schon zehn Mal in der Hand rumgedreht und ihn dann doch immer wieder ins Regal gestellt. und einen anderen Platz für den neuen gesucht. Und gerade heute ist wieder ein bestelltes Buch per Post ins Haus gekommen, aber ich brauche sie ja auch, zum arbeiten. Ja. Wenn man immer genau wüsste: Das werde ich sicherlich nicht noch mal lesen!!! Da bin ich aber momentan ziemlich gut drin: Bücher, die ich nicht nochmal lesen werden, kaufe ich erst gar nicht, oder verschenke sie sofort. Es sind eher die, bei denen man unsicher ist, und ich nehme schon immer mal wieder ein altes Buch in die Hand und bin froh, dass ich es schon habe, und nicht erst besorgen muss.

    1. Ja wenn man ein wenig Disziplin und Umsicht an den Tag legt, dann geht es eigentlich. Ich habe wirklich nix gegen Bücher, viel angenehmer als in ne Kiste zu stieren, aber wenn sie verstaubend alle Winkel füllen, dann kauft man sie besser ein 2. Mal, wenn man sie nach 10 Jahren noch mal lesen will. Aber das Stöbern kann ja auch viel bringen, die unerwarteten Zusammenhänge von Verschiedenem. Eine echt schwierige Angelegenheit, wobei ich sagen muss, es kann auch Spaß machen, in einer Leihbücherei zu stöbern.

  3. Ach Blinky,

    setz‘ dich doch nicht so unter Druck. Du arbeitest hart für die kleinen, aber schwierigen Veränderungen in deinem Heim. Das ist doch auch nicht einfach. Ich plane auch gerade, sehr vieles auszumisten, zu verkaufen, Ballast abzuwerfen. Man muss auch mal loslassen, und ich finde, ich meine, ich kann mir gut vorstellen, dass du gerade in der Mitte der Unordnung bist, dem Wendepunkt, an dem sich dann alles ins Geordnete wendet. „Gut gemeint und gut geworden“ wirst du am Ende hören!

  4. Das mit dem Verkaufen muss ich echt mal anfangen, man will auch nicht grad Sachen so wegwerfen. Ja ein einfaches und überschaubares Leben ist bei den vielen Tätigkeiten kaum möglich.
    Hoffentlich wirds gut- es scheint so. Danke für die Ermunterung!

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