Klebrig

Manchmal klebt etwas an mir, das mich daran hindert, etwas nur erahnt Sinnvolles zu tun. Die täglichen Arbeiten füllen einen Teil des Tages. Heute morgen beim Aufstehn wollen, hatte ich den Eindruck, das warme Bettzeug klebt an mir und ich muss mich losreißen. Da erinnerte ich mich an ein Telefonat mit meiner Mutter. Nachdem sie am Höhrer war, sagte sie: „Du hast mich vom Tod geweckt. Wenn ich nicht aufgewacht wäre, wäre ich für immer eingeschlafen.“ Da kommt die Assoziation zu dem Wunsch auf, auch mit Verstorbenen noch telefonieren zu wollen.
Während meiner Examensvorbereitung hatte ich manchmal Wachhaltetabletten genommen und war dann regelrecht auf dem Stuhl sitzend bewußtlos geworden. Die Kerze war für mich nach einem Augenaufschlag niedergebrannt.
Eine Freundin erzählte mir, ihr fehle ein ganzer Monat in ihrem Bewußtsein- irgendetwas war bei der Medikamentation ihrer Schilddrüsenbeschwerden über Jahre hinweg für sie unverträglich gelaufen, viele Depressionen quälten sie und anscheinend ist gab es dann einen Blackout. Mein Arzt sagte mir, nachdem ich Tabletten über 50 Jahre lang genommen hatte, ich wäre ein Opfer der Medikamentation und sollte keine mehr nehmen.
Da hat mich doch wieder mal etwas zu einem wenig angenehmen Thema geführt. Apropos klebrig: ich hatte von Marabu so einen angenehmen Farbspray- nicht glänzend und farbintensiv- er wird nicht mehr hergestellt. Da habe ich, um die Tonfigur einer Bekannten umzuspritzen, extra einen anderen in der Hoffnung auf gleiche Qualität bestellt- 8€ Porto in Kauf genommen- Ergebnis- ich hätte ihn auch im nächsten Baumarkt kaufen können.
Dieser Fotomount ist aber echt fein klebrig, mir ist mit seiner Hilfe und natürlich auch mit guten Fotos ein Geschenk gelungen, auf das ich echt stolz bin als Bastlerin, aber auch die Bauklötze aus Lindenholz für D. sind fast fertig und schön. Ich freue mich auf Weihnachten!

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3 Kommentare zu „Klebrig

  1. Was waren das denn für Tabletten, liebe Blinky? Ich kenne dieses klebrige Gefühl morgens. Ganz selten kommt das bei mir auch einmal. Aber was ich kenne sind diese Morgen, an denen man sich wie Blei fühlt.

    Es ist so ruhig die letzten Tage in der Blogwelt, oder ist es nur, dass ich nicht dazu komme, mich umzulesen?

  2. Also ich habe die L Tyroxin in starker Form bekommen, ich frage mal, was meine Bekannte genommen hat. Das mit der Schilddrüse ist kompliziert, eine Freundin von Monika bekommt sie ganz entfernt.
    Ich dachte auch schon, dass es im Internet eher ruhig ist. Ich lese aber nur 2-3 Blogs. Vielleicht die Vorbereitungen für die vielen Tage, an denen die Geschäfte nicht auf sind. Ich freue mich aber für die Bedienungen dort, wenn sie mal etwas entspannen können. Öffnungszeiten bis 10 Uhr am Samstag empfinde ich als Zumutung für die Beschäftigten. Ich hatte oft Samstag den letzten Block Unterricht- mir machte es nix aus bei halbleerer Schule noch zu arbeiten. Jetzt ist ja Samstag frei.

    1. L-Thyroxin nehme ich auch. Die Sache mit der Schilddrüse ist kompliziert, weil die wenigsten Ärzte wirklich über ihre Mechanismen Bescheid wissen, was ich total erschreckend finde. Deshalb habe ich mich selbst sehr intensiv darüber schlau gemacht. Man kann übrigens auch mit bioidentischen SD-Hormonen substituieren, muss nicht immer der Pharmakram sein.

      Schöne Festtage wünsche ich euch, liebe Blinky …

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