Neues von der Farbenfront

Es wird ja nicht jeder Wurf ein Treffer, wenn man so Schmalspurkünstlerin ist wie ich. Ich denke auch nicht pausenlos über Kunst nach. So ein oder zwei Mal greife ich zu Farben, ähnlich oft, wie ich auch Sport mache. Und dann arbeite ich ganz altmodisch mit Pinseln und Lappen usw..Versuche, ein schönes Bild zu malen, frage mich dann, ob das schön ist und manchmal beraten mich auch Leute, die ich kenne. Wenn sie eher nix sagen, denke ich: höfliches Schweigen. Wenn sie sagen: das Bild ist schön, kann man so lassen, dann hänge ich es mal in den vorderen Raum. Wenn es mir nach einiger Zeit immer noch gefällt, dann lass ich es eine Zeitlang, oder überhaupt. Ich habe so etwa 5 oder 6 Bilder, die ich im Augenblick gut finde. Eigentlich wollte ich auch lieber mit Stein arbeiten, oder noch genauer: erst wollte ich ein Buch über einen modernen Skulpteur schreiben, dann dachte ich: ich quäl mich hier mit Worten ab, lieber will ich mit Steinen was sagen. War aber doch ziemlich von dem Denken des Künstlers beeinflusst. Dann bekam ich mit meinen Knochen und Gelenken Ärger und fing an zu malen. Ich glaube, das mach ich etwa 10 Jahre.
Ich finde es gut, wenn es nicht nur Spitzenkünstler gibt- solche, die hoch bezahlt werden und solche, die viele Menschen begeistern- wenn es auch so mttlere gibt, die ehrlich sind und sich einen Weg selbst suchen und ein Gefühl für Qualität entwickeln. Nach so Sprüchen noch ein Bild zu zeigen, ist ziemlich mutig.
Aber ich war schließlich auch beim Paddeln 2 oder 3 Mal mutig. Einmal bin ich auf dem Eiskanal gepaddelt, aber bald gekentert. Einmal auf der Scheibum an der Ammer(wie schreibt man das?).
08kl

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8 Kommentare zu „Neues von der Farbenfront

  1. Ich will damit nur sagen, dass es was anderes ist, wenn ich mein ganzes Leben und Denken auf das künstlerische Werk lenke, oder wenn ich auch grafisch oder farblich oder mit festen Materialien oder mit meinem Körper arbeite. Es hat auch eine andere Dimension, wenn ich davon leben muss. Das meine ich nicht so als „fishing for compliments“- sprich: ist doch ganz ordentlich, was du so machst.

  2. Liebe Blinky …

    Dafür, dass du das nicht so oft machst und das Erschaffen von Kunst dich nicht ernähren soll, finde ich deinen Umgang mit der Kunst sehr respektvoll. Dieses Bild ist für mich eines der Stärksten, die ich von dir gesehen habe. Ich kann dir auch sagen, warum. Das Bild hat viel plastische Tiefe und Bewegung. Die Farben sind unruhig, aber harmonieren im Gesamten absolut miteinander. Wenn ich es anschaue, verändert es sich sekündlich – und wo ich erst einen steilen, bedrohlichen Abhang gesehen habe, sehe ich jetzt Baumwurzeln, die sich ihren Weg nach unten und nach oben bahnen, nur so können sie sich fest verwurzeln. Für mich verbindet sich hier alles im Bild durch die stetige Veränderung. Und ganz ehrlich, hätte ich noch Platz hier, ich würde es mir aufhängen. Ich mag es sehr gerne.

  3. Das freut mich echt. Das Bild ist ja nicht richtig klein- da braucht es schon ein Wändchen. Auch bei mir zu Hause sind alle Wände voll. Wenn Du mal in unsere Ecke kommst, in echt hat es was. Danke für den Kommentar und das Lob!

  4. hab grad was ähnliches wie irgendlink schreiben wollen … aber eben. mir gelingt es ja auch nicht wirklich. nur ansatzweise.

    ehrliche kunst ist allemal gesünder als … aber wem sag ich das.

    ah, dies noch: ich mag das gemälde im artikel total. es hat was fantasymässiges … oder avalon-mystisches. oder so.

    und nun les ich mal die restlichen kommentare …

    herzlich und viel spass beim malen
    soso

  5. Ja genau, Karneval der Tiere um vier Uhr morgens! Der Höhepunkt der Feier, kurz bevor sich schon der leichter Kater ankündigt.. ich will ja keinem der Tiere, die sich da auf dem Karneval wild amüsieren einen Kater andichten, nein, keineswegs, sagen wir alles eher: Bevor es hell wird und die Sonnenstrahlen durch das Dickicht dringen.

    1. Jemand hat gesagt, ich hätte eine Vorahnung auf Siebenschläfer im Weihrauchwahn gehabt. Aber ich will das Bild eigentlich nicht ins Lächerliche ziehen.

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