Ärger

Was ich über Ärger sagen wollte, fängt mit einem alten Mäinzer Witz an, den ich schon oft erzählt habe. Eine Frau zur anderen: Die annere Leit erzähle immer so schee von ihrem Ärscher und ich.. ich ärscher mich über gar nix und was glaubst du, das ärschert mich ja soooo!
Harald Martenstein in der „ZEit“ hat über einen Mann geschrieben, der ihm einen sehr zornigen Leserbrief geschrieben hatte :“sie sind sehr krank und brauchen einen Psychotherapeuten..“
Mal abgesehen davon, dass sowas kein Ruhmesblatt für Intelligenz ist und die Arbeit der Psychotherapeuten nicht gerade unterstützt, hat Martenstein recht, wenn er sagt: „anstatt zu sagen, du bist ein Depp und ärgerst mich, sollte man eher sagen, aus dem und dem Grund bist du ein Depp, dies oder jenes ärgert mich an dir.“
Jetzt hätte ich vielleicht 2x Anführungszeichen machen soll, hoffe, es geht so auch.
Ist man jetzt schon älter, dann gelingt es einem vielleicht eher, Ärger gegenüber gelassen zu sein, wie aber manche Jugendliche auf FB doof gemoppt und beschimpft werden, das ärgert mich echt. Das kann natürlich auch in der Schulstunde passieren. Wie kann man die, die man liebt, vor so etwas schützen?
Es wird so oft gesagt: ich meine, ich finde das gut, ich, ich, ich..oft kann man (s.o.) vermuten, dass es besser wäre für den „Meiner“, sich durch Lesen und Lernen weiterzubilden, anstatt andauernd irgendwelchen Schwachsinn aus dem Meer des Angebotenen rauszufischen und zu posten. Gut.. ich mach die Kiste zu und lese weiter..

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6 Kommentare zu „Ärger

  1. Das ist einfach ein übles Thema. Ich habe meine Wut nicht gut unter Kontrolle, aber das scheine ich immer ein wenig ausgestrahlt zu haben, deshalb hat man sich gar nicht so oft getraut, mich zu beleidigen als Kind oder Jugendliche. Wie andere das machen, weiß ich nicht. Das Thema Mobbing macht mir echt Magenschmerzen, wenn ich bedenke, was andere da durchmachen müssen. Leider suchen sich Leute eben Menschen dafür aus, die schon Unsicherheit ausstrahlen, bzw. so wirken, als könnten sie sich nicht wehren.

    Ich habe Gemobbten in der Schule immer geholfen, aber gleichzeitig hatte ich große Angst, dass das die Sache noch schlimmer macht für das Opfer. Man sollte schnurstracks zu deren Eltern gehen und zu Lehrern, diese Mobber haben mehr Angst, als wir glauben.

    Nur am Arbeitsplatz wird es schwer … Da läuft das so fies subtil ab, dass man wirklich nicht weiß, wie man sich wehren soll.

  2. Mobbing ist eine fiese Angelegenheit, ich weiß nicht, ob es am älter geworden sein liegt, dass ich denke, dass es immer schlimmer wird- ich habe zu meiner Schulzeit in der Volksschule, wie sie da eben noch hieß, es einmal erlebt, bin aber sofort auf der Seite von dem Kirmesmädchen gewesen, konnte ihr ein bisschen helfen.
    Manchmal frage ich mich, ob es daran liegt, dass die Anzahl der Menschen so rapide wächst, Mobbing als Revierverteidigung-

    leider habe ich es selbst auch schon beruflich erfahren und gerade eben habe ich eine neue Kollegin, die es erst gestern auch versuchte – ha, aber sie hat nicht mit Chef und Chefin gerechnet, die voll hinter mir stehen – du glaubst nicht, wie laut ich ausgeatmet habe!

    so, und nu kommst du auf meinen blogroll, damit ich nicht immer über Soso zu dir gehe-

    übrigens, weißt du, dass wir uns auf dem letzten Kunstzwergenfestival gesehen haben? Ich war am Samstag da, die mit der Kamera … vielleicht sieht man sich ja dieses Jahr wieder?!

    herzliche Grüße
    Ulli

    1. ich weiß es auch nur, weil ich Soso nach dir gefargt hatte, du fielst mir halt auf … 😉 ja, freue mich auch, wenn es denn überhaupt auch in diesem Jahr stattfinden wird und ich Zeit habe …

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