Fragen

Noch einige Worte zu Erwartung. Eine leere Leinwand- Pinselspuren- ich erwarte, dass das Bild ansprechend wird, zum mindesten mir sollte es gefallen. Das ist gar nicht leicht zu machen. So viele Fragen: ist das fertig? kann man das länger betrachten? Hat es eine Bildaussage und wenn ja welche? Es soll locker wirken, aber nicht gedankenlos hingeschmiert. Hast Du es nicht vielleicht doch gedankenlos hingeschmiert und erwartest jetzt, dass man es ernst nimmt. Wagt der Betrachter es, was dazu zu sagen, oder fürchtet er, dass dann ein: „ich hab es nicht ernst gemeint „kommt?
Hauptfrage: Gefällt es Dir und wenn ja warum? Würdest Du es länger anschauen wollen? Gibt es jemand, der es länger anschauen wollte, dafür sogar Geld bezahlen würde? Vielleicht um einen Stromkasten zu überdecken?
Selten ist ein Bild so, dass es nur noch wenig Fragen gibt. Aber dass es das Bild gibt, entschädigt für die viele Fragerei. Das Bild, das ich gestern gemalt habe, gehört nicht dazu, aber es gefällt mir so gut, dass ich fürchte, wenn ich noch was mache, wird es schlechter.

7kl

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4 Kommentare zu „Fragen

  1. Muß Dir das Bild wirklich gefallen?

    Siehst Du Dein Bild als von Dir geschaffene Kunst? Muß Kunst wirklich gefallen? (Oder ist auch anderes wichtig bei Kunst?)

    Ich sitz jetzt seit gestern vor diesem Bild, seit es im Reader auftauchte. Und weil ich verdammt schlecht schlafen konnte, habe ich mir auch das Bild mehrfach angesehen. Keine Deiner Fragen kann ich eindeutig beantworten … Es gibt immer eine Bedingung, die ich für eine konkrete, eindeutige Antwort einführen müßte: Wenn ich das Geld hätte (und das Format des Bildes passend wäre), dann würde ich es kaufen. U.s.w. u.s.f

  2. Es ist halt wie ein Weg. Wann heißt es stop? Ich habe jetzt erst ein anderes Bild zu lang bearbeitet. Da kaum jemand außer mir kritisiert, ist es schon wichtig, ob ich zu ihm stehe. Aber es freut mich echt, wenn es Dir gefällt, danke, es ist übrigens nicht klein. Eine gemeinsame Sache, ich habe heute Nacht auch schlecht geschlafen.
    ps die Frage, ob Kunst gefallen muss, ist gut, aber ich habe im Moment keine Lust auf diese Diskussion um: „wieso ist das, was ich hier gerade mache, vielleicht keine Kunst“? Ich denke, es ist ähnlich wie beim Wein: eine Flasche kippt, wenn sie älter wird, die andere hat an Aroma gewonnen.

    1. Irgendwann habe ich festgelegt, daß meine Texte und Bilder Kunst sind. Ich als der Schaffende lege das fest. Der Rezipient kann sich meiner Meinung anschließen, muß es aber nicht 😉

  3. Ich denke, man sollte das mit dem Kunstbegriff nicht so ernst nehmen, dann eher über Wahrhaftigkeit oder Qualität streiten, wenn schon. Ein weites Feld, die Kunst, aber schön ist das.

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