Erlebnis

Dieser Sommer mit seinen schönen sonnigen Tagen seit Juli war für mich schon ein Erlebnis. Es hat mir nix ausgemacht, dass wir nicht verreist sind. Die Tage waren aneinandergereiht wie Perlen an einer Kette.
In der Zeitung stand in einem gezeichneten Witz ein schöner Ausdruck. Der Enkel fragt: na Opa, wieder eine schöne Heizdeckentour? Der Opa: in meinem Alter läuft man im Erlebnissparmodus.
Das ist gut, dass man nicht von Arztbesuchen und Operationen geplagt wird, von langsamen Sterben in einem Blog schreiben kann. Heute im Traum bin ich wieder mal durch eine Schule geirrt, den Weg nicht findend, nicht wissend, wo ich eigentlich meine Schuhe gelassen habe. Solche Erlebnisse braucht man in echt auch nicht.
Ich denke, den Mangel an schlimmen Erlebnissen sollte man als gutes Erlebnis verbuchen und nicht einfach so als selbstverständlich hinnehmen. Wie viele Menschen auf der Welt wären froh, wenn sie einen „Nixlosalltag“ hätten?

Ich denke schon oft daran, aber will der Furcht vor all dem Schlimmen nicht so viel Platz in meinem Innern geben, um zu verhindern, dass ich aus lauter Mitgefühl den Boden unter den Füßen verliere.

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2 Kommentare zu „Erlebnis

  1. ja, das hast du gut gesagt. gerade der letzte satz klingt nach. mir gehts oft so, dass ich nach bestimmten infos den boden verliere. auch zum rest: danke für diese gedanken. dankbar auch fürs heutige nixlos.

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