Erlaubnis

Erlaubnis ist ein Wort, bei dem ich nicht weiß, was eigentlich laub meint.
Aber ganz davon abgesehen habe ich mich gefragt, woher die Faszination kommt, wenn man etwas Verbotenes macht. Ich gehe ja oft den kleinen Weg hinter meinem Haus, der bald an einem runden Platz endet. Rechts ist eine Schafsweide, links ein nicht mehr genutztes Grundstück, auf dem früher Gänse, Hühner, Schafe, Maultiere und Ponys waren neben einer Sammlung ausgedienter Traktoren und anderer Geräte.
Eigentlich bin ich ja mit über 70 Jahren zu alt, um über Zäune zu steigen, aber es reizt mich, weil ich hoffe, dort Falläpfel oder Fotomotive zu finden.
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Ich finde, die verbotene Landschaft fühlt sich anders an, obwohl ich keine Angst vor wütenden Besitzern haben muss. Sind da unbewußt Erinnerungen an Taten aus der Kindheit mit im Spiel?
Eigentlich will ich auf etwas ganz anderes raus. Ich habe davon gesprochen, dass ich nicht mehr so viel Bilder übermalen will.
Eine komplizierte Sache: ich male ja so ins Unbekannte hinaus, betrachte dann die Bilder kritisch, frage mich, ob die Farben ausgeglichen sind, ob sie den Farbkreislehren entsprechen mit komplementär und so.
Jetzt ist es ja heute so, dass jeder Kreative es gerade anders rum machen will, als Leute vor ihm es vorgeschrieben haben und dann sagt: so wie ich es mache, muss es akzeptiert werden.
Ich will mich hier nicht über die Probleme, die diese Novitätssucht so mit sich bringt, äußern.
Ich frage mich einfach, ob ich ein gelb grünes Bild erlauben soll oder nicht. Gelb und Grün stehen im Farbkreis nebeneinander, sind ähnlich, brauchen vielleicht, damit sie glänzen können, noch einen Kontrast. sollte man dann nicht besser nur eine Farbe zeigen, wie es viel gemacht wird?
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So richtig langweilig ist es ja nicht, wegen des reliefhaften Farbauftrags. Aber die Farben sind auf dem Foto auch nicht so richtig getroffen. Es ist heller, wirkt kälter.
Aber so kalt auch wieder nicht- der Teufel steckt im Detail 🙂
99kl

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5 Kommentare zu „Erlaubnis

  1. Hm das aufgehellte scheint mir deutlicher. Und die alte Kette ist aber auch eine schöne Illustration zu der Geschichte. Ich denke immer noch an die Ponies. Gut dass es von denen so viele Fotos gibt.

    1. Die Ponies sollen ja zu anderen Ponies gekommen sein, sagte Fritz. Weißt du, wo die Ponies sind??:-)
      Schön wieder von Dir zu hören, das Schreiben macht dann mehr Spaß.

  2. ich mag die Kombination von gelb und grün, sie hat etwas Frisches, witziger Weise dachte ich aber beim betrachten deines Bildes an nachtblaue Konturen … die schenkt dann vielleicht Tiefe und das Komplementäre wäre wieder Rechnung getragen …
    sich selbst Erlaubnis schenken, das zu tun, was man selbst für richtig hält ist ein weiter Weg, je nachdem wie man als Kind dazu ermuntert wurde dem eigenen Kopf zu folgen oder eben nicht …

    mir gefällt auch dein Foto mit dem Schloss sehr

    hab eine feine Woche, liebe BlinkyBlanky
    herzlichst Ulli

  3. Mit einem dunklen Rand hätte man die Farbkombination noch retten können, da hast Du recht. Jetzt habe ich doch das Gelb erröten lassen, mal sehen, wie es sich fotografiert, wenn trocken. Ich habe selbst kürzlich dran gedacht, dass ich mal wieder Ramenleisten kaufen könnte, als ein Bild zufällig neben einem schmalen goldenen Ramen lag.
    Ich bin ja noch in der schlechten Zeit und in Kriegstagen aufgewachsen, da konnte sich eigener Wille und Geschmack nur schwer entwickeln.
    Danke für die Wünsche und gute Zeit auch für Dich und Deine Umzugspläne!

    1. Weißt Du, was schön ist bei Touren mit der Fotokiste:
      wenn man genau fühlt, dass ein besonderes Foto entsteht und dann „KLICK“- ich liebe das.

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