meschugge

Manchmal denke ich, ich bin meschugge und dann zugleich, ich bin nicht meschugge genug. Zum mindestens habe ich oft den Eindruck, die abgedrehtesten Äußerungen in der Kunst haben nur noch ein Überraschungspotenzial und kommen am besten an.
Früher als Schülerin habe ich meistens keine Hausaufgaben gemacht. Ich erinnere mich, dass ich, wenn ich meine Oma den Gang runter kommen hörte, schnell das Religionsbuch (es war ziemlich groß) über das Buch legte, das ich gerade las und sie bei ihrer Kontrolle einmal sagte: ihr habt aber viel in Religion auf.
Heute fühle ich mich gegenüber Aufgaben wie Geschirr waschen und Wäsche versorgen, Krümel aufkehren nicht mehr so richtig frei.

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Habe ich da vielleicht irgendetwas in mir unterdrückt, bin zu linientreu geworden, zeigt sich das Ungehorsampotenzial nur in meinen Bildern?

Wie lese ich meine eigenen Bilder? Vielleicht ist es einfach das freie Spiel mit den Farben, das mir gut tut.

Die vergeblichen Versuche ein Bild von einem Trapez in ein Rechteck zu verwandeln, hat mir eine Möglichkeit gezeigt, die Bilder im Nachhinein noch zu verwandeln und leicht meschugge wirken zu lassen. Es lebe die Freiheit aus Misserfolgen zu lernen!

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