Heinrich

Das ist jetzt nicht ein neuer Freund von mir, sondern eine Erinnerung an ein Märchen.

„Der Wagen aber sollte den jungen König in sein Reich abholen; der treue Heinrich hob beide hinein, stellte sich wieder hinten auf und war voller Freude über die Erlösung. Und als sie ein Stück Wegs gefahren waren, hörte der Königssohn, dass es hinter ihm krachte, als wäre etwas zerbrochen. Da drehte er sich um und rief »Heinrich, der Wagen bricht.«
»Nein, Herr, der Wagen nicht,
es ist ein Band von meinem Herzen,
das da lag in großen Schmerzen,
als Ihr in dem Brunnen saßt,
als Ihr ein Frosch wart.«

Als ihr ein Frosch wart… ein Frosch und ein junges Mädchen eignen sich wohl kaum für eine Gemeinsamkeit und trotzdem gab es ein gutes Ende. Wenn es doch mit Unversöhnlichkeiten auch so gehen könnte!

(Angemerkt sei aber, dass es 2 Fassungen gibt: einmal wird der Frosch durch einen Kuss erlöst und bei einer anderen Fassung wird er von der Prinzessin an die Wand geworfen und dadurch erlöst.)

Aber es war dieses ums Herz geschmiedete Band, das mich interessierte. Ich fragte mich, ob mein Herz verhärtet sei, weil ich mich vor schwer Erträglichem schützen will? Ob durch all die vielen Schreckensmeldungen eiserne Bänder um die Herzen der Menschen geschmiedet werden?

Aber diesen Artikel brauchte ich gar nicht zu schreiben, denn hier im Blog bin ich ja auf der „Suche nach was Schönem.“

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Ein Kommentar zu „Heinrich

  1. Ich danke dir, dass du ihn geschrieben hast. Und ich freue mich, dass Heinrichs Band nicht unzerreissbar ist. Das ist doch SCHÖN, oder besser: das macht Hoffnung! Für all die Bänder um all die Herzen. 😀

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