Alles neu

Alles neu macht der Mai….heißt es in dem Lied.

Neues hat halt den Reiz der Neuheit. Meine 1. Ausstellung im Foyer des Krankenhauses war gut besucht. Man wollte sehen wie und was ich so male und sich ein Urteil bilden. Heute müsste ich mal wieder etwas ganz anderes machen.. selbst wenn meine Bilder mit den zuerst ausgestellten kaum noch Ähnlichkeit haben, ist für die Veränderungen kaum noch Interesse da.

Meine ersten Versuche, mit dem Komputer zu arbeiten, waren so aufregend. Die Vorstellung vom Internet – ein Brief ist , kaum ist er geschrieben, schon in Amerika- einfach unglaublich.  Erste Schritte beim Blogschreiben: was passiert jetzt?

Nach einer Zeit ist vieles vorhersehbar und nicht mehr ssssooooooo neu. Interessiert man sich nur so halb für das, was da alles so veröffentlicht wird, ist man oft geneigt zu sagen: wieder mal wenig los im Netz.

Nachrichten bringen Neuigkeiten, die Sprecher sind vielleicht froh, wenn wieder mal was Furchtbares passiert ist mit vielen Toten, weil das Gesagte dann länger die Aufmerksamkeit der Erschreckten Hörer beschäftigt.

Vor lauter Schrecken vergißt er vermutlich, sich darüber zu freuen, dass die Vergißmeinncht jetzt blühen.

Das Jetzt mit dem Neuwert ist ja nur von kurzer Dauer, eh es sich dem Vergangenen zuordnet und einem neuen Jetzt Platz macht.

Ich will damit nur sagen, dass es nicht so leicht ist, in dieser Neuzeit zu leben und es auch nicht so leicht für einen Künstler mit Musik, Theater, Tanz, Roman, Gedichten, Skulpturen und gemalten Bildern den Platz im Bewußtsein der Öffentlichkeit zu erlangen, der seinen Fähigkeiten eigentlich zusteht. Darüber sollte man sich wirklich nicht grämen, war vermutlich schon immer so.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob es der Nachwelt gelingt, den  Spreu vom Weizen zu trennen.

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2 Kommentare zu „Alles neu

  1. Aus Spreu gibts gute Kissen!
    Was ich sagen will: Was wir erschaffen, ist meist eine Momentaufnahme. Wozu mir Gedanken machen, was die Nachwelt damit anfängt?
    Ich handle, weil ich Handlungsbedarf habe.
    Resonnanz ist gut und schön, aber von ihr abhängig sein mag ich nicht.

  2. Ich finde Deine Haltung gut, merke aber oft beim Lesen oder Hören, dass sich Kunstschaffende auch kränken, wenn das, was sie sagen, nicht gehört wird. Mir macht das inzwischen auch nicht viel aus, es reicht, wenn ich positiv zu dem Machwerk stehen kann.

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