Auswischen

Das Wort erinnert ja noch an die Zeit, als man auf eine Schiefertafel geschrieben hat. Zweifel gehören einfach zum Geschäft, wenn man sich in irgendeiner Weise äußert, dazu. Wer glaubt, was er jetzt gerade gemacht, gedacht, geformt, fotografiert  usw. hat, wäre für alle wichtig, sehenswert  oder hörenswert, nach Anerkennung schreit, macht sich in meinen Augen lächerlich. Wenn selbst ein Michelangelo von Zweifeln geplagt war.

Oft, wenn ich den Fernseher zur Entspannung anmache, denke ich, wie gut, dass ich das morgen wieder vergessen habe.

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4 Kommentare zu „Auswischen

  1. Auch: to wish: wünschen.
    Make a Wish: Sag, was du dir wünschst, oder wünsche dir was.
    Das, was Wünsche auf englich sind, ist dann im Deutschen gleich: ausgewischt.
    Und Wischen wird ja zu einer immer wichtigeren kulturtechnik, dass man nun immerzu auf irgendwelchen Oberflächen herumwischt, und es ist am Ende

    eine MISCHUNG
    aus
    WÜNSCHEN und WEGWISCHEN: TO WISH.

  2. Unlängst las ich: Wie junge Verlage den Buchmarkt aufwischen! Das war aber ein Lesefehler.

    In Wirklichkeit stand da: Wie junge Verlag den Buchmarkt aufmischen. Ich denke aber: Aufwischen war richtiger.

  3. Wischen ist ja dann schon die Negation von wünschen- wills nicht mehr und weg damit. Der Bildhauer hat es schwer beim Wegwischen, der Arme. 🙂

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