Spieglein, Spieglein

Es spukt in den Köpfen- die Sache mit schöner, schneller, reicher. Soso hat auch schon davon geschrieben nach einer Radtour mit Irgendlink, dem Weitstreckenradler (Ans Kap)

Heute habe ich eine ehemalige Freundin von weitem gesehen, die das immer so drauf hatte, wenn sie mit mir sprach. Ich hörte dann, wie erfolgreich, wichtig, weitgereist sie sei. Was hab ich gemacht? Intensiv Reisebüroanzeigen studiert, um diesem Gespräch aus dem Weg zu gehen.

Aber ich vergleiche auch oft. Welches Foto sieht besser aus, welche Farbe passt hier usw…

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Mir gefallen die beiden unteren besser. ( groß klicken) Da war ich mit Raw dran, musste sie erst von einem Komputer zum anderen, dann Trial and Error, aber es hat Spaß gemacht. Wenn man sich manchmal im Labor abquält, erscheint dieses Arbeiten mit dem Komputer wie Zauberei.

Bei meinen Vergleichen muss man aber vermutlich keine Reisebüroanzeigen krampfhaft studieren, zum mindestens  sehe ich darin eine annehmbare Angeberei 🙂

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6 Kommentare zu „Spieglein, Spieglein

  1. Verrückt ist ja, dass uns das echter Aussehende weniger gut gefällt als das „Gefakte“. Wir leben in einer Welt voller aufgenötigter Filter, so dass wir Gefahr laufen, das Echte aus den Sinnen zu verlieren.
    Die untern beiden Bilder zeigen den Herbst in meinen Augen „echter“, auch wenn das Grün des ersten Bildes „angenehmer“ wirkt.
    Ich hab mal über Glutamat geschrieben. Auch in der Kunst gibts allüberall „Geschmacksverstärker“.

    1. Das ist ein gutes Wort mit dem Glutamat. Das Grün hat halt in den unteren Bildern viel mehr unterschiedliche Farben und wirkt ähnlich lebendig wie in echt. Verbessern und vergleichen ist im Bereich Kunst schon angebracht, solange man nicht versucht, anderer Leute Ideengut zu stylen und als eigenes auszugeben. Das Bild ist schöner als jenes ist nicht das Gleiche, als wenn ich sage: „ich bin so toll, habe so viel Erfolg, verkaufe meine Bilder teuer „usw.. und was machst du, du armer Looser? Der letzte Satz wird nicht ausgesprochen, sondern entsteht im Kopf des Hörers. Minderwertigkeitsgefühle kann man auch auf sympatischere Art los werden. Aber eine Art von Angeberei ist es schon, wenn man wissen lässt, was man besser zu machen versteht. Wie schon oft: der Teufel steckt im Detail- messen ist angesagt:-).

  2. mir gefällt das untere am besten und auch ich mache immer wieder von einem Bild mehrere Fassungen, manchmal dauert es ein bisschen, bis ich mich entscheiden kann, manchmal hilft mir der Liebste auf die Sprünge … solcherlei sehe ich weniger als Vergleiche, sondern als kreativen Akt!

  3. Ach der Garten dort ist auch echt schön, verwunschen und voller herabgefallener Äpfel und voller Brombeerranken. Er soll schöner aussehen als mein Normalofoto hergibt, hat es nicht anders verdient.

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