Ja der Mai

Schon das Wort MAI verbirgt für mich Freude, wenn ich zum Vergleich an das  Wort November denke, was gleich schon kühle Nebelschwaden vor meinem Auge entstehen lässt.

Ich kann mich erinnern, wie froh ich als Kind war, endlich „der Mai ist gekommen“ zu singen.

Die Sonne, die Blumen, die Farben…..  War es vor etwa 15 Jahren nicht super, am 1. Mai auf der Sauer von Diekirch nach Echternach zu paddeln?

Aber wie es so ist, es gibt ein Gefühlegemisch: am 5. Mai 42 ist mein Vater 40 Jahre alt geworden, am 31.Mai ist er gestorben. Jedes Jahr denke ich: was muss das für ein schlimmer Monat für ihn gewesen sein, seine Frau mit 4 Kindern in Kriegszeiten allein zurück lassen zu müssen?

Als meine Mutter im März gestorben war, dachte ich: warum kann sie jetzt all die Blüten, die sie so geliebt hat, nicht mehr sehen?

Heute denke ich: warum kann ich die schöne Zeit nicht mehr mit meinem Mann zusammen genießen?

Teilen wollen und nicht teilen können. In Gedanken schicke ich die Tulpenbilder dahin, wo er jetzt ist.

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3 Kommentare zu „Ja der Mai

  1. Warum-Fragen gibt es bestimmt mehr als wirklich tröstende Antworten.

    Auch „Warum nicht!?“ ist keine wirkliche Antwort.

    Ich übe, mit meinen Warums irgendwie und irgendwann Frieden zu machen.

    Ganz schön schwierig.

  2. Ja, das ging mir ganz ähnlich. Die Schönheit des Frühlings, überall das Laub, das ich so mag und diese Schönheit bringt eine solche Traurigkeit mit sich. Man weiß gar nicht, wohin.

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