mach nur einen Plan

Ich sitze nach meiner Mittagsruhe leicht benommen, schaue im TV, was Hiphopleute für Probleme haben, und in mir entsteht langsam ein Entschluss: „du könntest doch in aller Ruhe mit Deiner Hasselblad unterwegs sein , vielleicht entsteht ein Foto, das  du dann gern im Labor vergrößerst.“

Ich hole die schwere Tasche runter, schaue mal, ob die Batterie im Belichtungsmesser noch aktiv ist, bin mir gar nicht sicher, ob überhaupt ein Film drin ist. Schließlich.. kein —–Film. Die Sonne scheint, ich lege einen 50 Din Film ein. Ein Objektiv bockt, ich wage es zu reparieren. Endlich geht es los. Ja was? Beim Einsteigen ins Auto erste Tropfen, dann ein Regenschauer, der sich gewaschen hat.

24kl

Dann geh ich eben ins Atelier: wegen einer Baustelle muss ich 200m durch den Regen. Im Atelier kommt die Frage auf: hast du das Auto zugesperrt, die Hasselblad ist drin? Also wieder durch den Schauer zum Auto und danach ganz nass wieder zu Hause.

Das Rohr vom Dachkannel runter ist verstopft, die ganze Wand durch alle möglichen Löcher geduscht. Das hat der Regenschauer zu Tage gebracht. Wenn ich daran denke, wie sich so ein Wetter im Zelt angefühlt hat bei unseren Kanu Touren, oder unterwegs- ich erinnere mich daran, mich mit meiner Tochter zusammen unter einem Boot gekauert zu haben, um nicht ganz zu durchweichen.

Aber der Plan mit den Fotos ist nur aufgeschoben und nicht aufgehoben, wäre ich eine halbe Stunde schneller gewesen, TV schneller aus gemacht,  hätte ich helle Blüten gegen dunklen Himmel fotografieren können….. hättste, würdste, könnste…

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3 Kommentare zu „mach nur einen Plan

  1. O, was für ne Geschichte! Was für ein fieser Regenschauer! Hier hatten sie auch Schauer für den Abend angekündigt, aber ich hab mich dann doch entschieden, morgens das Rad zu nehmen, weil es noch so schön war, und es blieb schön, nur auf dem Heimweg am Abend war es etwas windiger. Aber den ganzen Tag auf der Arbeit hat uns die Technik genarrt, bis fast alle in unserer Ecke völlig gaga waren. Immerzu wartete man auf etwas das nicht kam… was war das heute für eine leere Klickerei.. aber schön wars dann, nachhause zu fahren, durch den Wind, der wie immer von vorne kam.

  2. Wenn man sich überlegt, was so alles passiert, wenn nicht kommt, was man erwartet. Mit welchen Kleinigkeiten man Chaos erzeugen und Menschen verunsichern kann!

  3. Manchmal, wenn ich im Stau stehe, denke ich: Wenn ich dies noch oder jenes nicht gemacht hätte vor der Fahrt, wäre ich jetzt nicht hier, sondern schon oder …
    Ich mag ja so Hirngespinste.
    Der Regen aber auch!

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