Pause

November 29, 2009 von blinkyblanky

Also Pausen sind immer nix, wenn man künstlerisch tätig sein will. Ich kann meine Freundinnen verstehen, die so wenig Zeit haben und dann eigentlich gar nicht mehr anfangen wollen. Ich habe heute mal wieder angefangen, es sind außer schönen Farben nur wenig sagende Wischereien entstanden. Aber ich muss auch gestehen, dass spielerisch lockerer Umgang mit Farbe mir auch gut getan hat. Für mich hat es schon was von :richtig viel Dreck- schmutzige Finger,  schmieren. Wenn es dann nicht richtig gut wird, kann man nix machen, man ist nicht so richtig in der Aufgabe: mit den Sinnen denken.  Da muss ich durch, wird schon wieder. Wenn das denn so einfach wäre: ich muss nur machen, dann wird es schon gut. Manchmal denke ich: Leute, die ganz laienhaft arbeiten, lassen vielleicht gar keine Kritik vor ihrem Machwerk zu. Sie denken: ich habe es gemacht- seht her, wie schön! Jetzt mischen sich ja bei jedem bessere und schlechtere Arbeiten und in der Moderne denkt sowieso jeder: was der kann, kann ich schon lange. Man müsste ja eigentlich auch dazulernen, wenn man sich jahrelang mit einer Materie beschäftigt, und auch lernen beim Betrachten von besseren Arbeiten… ich weiß halt auch nicht. Es ist schon so, dass es einen Unterschied gibt, wenn einer berufsmäßig künstlerisch arbeitet und wenn einer nur nach Feierabend zu Vergnügen oder aus Eitelkeit arbeitet. Viele sind ja auch bei Behandlung ihrer Depression zur Malerei geführt worden.

Wie soll man sich da zurechtfinden oder eine Meinung bilden, ohne ungerecht zu sein? Ich sage einfach mal so: eine stärkere Persönlichkeit macht auch stärkere Sachen. Die Kraft, die aus dem Menschen herausdrängt, wird an der Arbeit fühlbar. Vergleichen wir es mal mit Wasser.  Mal plätschert es, man hört es am Geräusch, mal ist viel Wasser, schweres Wasser, das um die Steine herumrauscht- mehr Kraft, mehr Wirkung.

Hoffentlich finde ich wieder in eine kreative Phase- ansonsten war es nix mit einem starken Spätwerk.

Pläne

November 28, 2009 von blinkyblanky

Wie heißt es so schön: ja mach nur einen Plan, sei nur ein kluges Stück, dann machst du noch nen 2. Plan, gehn tun sie beide nicht, oder so ähnlich bei Brecht. Also die Briketts sind, glaube ich, so 25-30 kg schwer. Das trage ich mit meinen über 70 Jahren nicht mehr locker durch die Gegend, sie greifen sich auch schlecht. Also Sackkarren her. Da die Treppe nach links abfällt, schiebe ich sie mehr nach rechts, damit sie nach links rüberrutschen können.  Gut, sie fallen rechts runter, ich mache sie wieder auf den Karren, diesmal mittig, sie fallen nach links runter. Ich mache sie hochkant drauf, sie rutschen zwischen die Holme: ei super, denke ich und ziehe den Sackkarren hinter mir her die Treppe runter- denke: geht doch prima. 3 Stück fallen schon mal raus, dann kommt auch der Rest.

So geht es manchmal: jetzt backe ich Stollen, setze den Zackenstern zusammen und bossele noch einen Advendskranz. Aber das wird schon klappen. Einen Scanner, den ich auch für Weihnachtsgeschenke verwenden wollte, habe ich heute zurückgetragen. Hätte ich alles gelesen und ernst genommen, was auf der Verpackung gestanden hat, hätte ich ihn gar nicht erst zu kaufen brauchen. Aber ich dachte, ein Scanner ist ein Gerät, das auch ohne Windows geht… na ja, das kann ich mir in Zukunft sparen, so zu denken. Siehe oben, mal fällt was rechts, dann links, dann in der Mitte runter. Hauptsache, man kann darüber lachen.

Internet

November 26, 2009 von blinkyblanky

Heute ist mir was gelungen, was ich bisher noch nicht richtig gemacht habe. Ich hatte in einer Sendung was auf halbem Ohr gehört und auch nur halb verstanden. Es ging um Grillen eigentlich und hieß es dann, das Gemüse gar nicht so gesund sei. Ich habe herausbekommen, welche Sendung das war, habe im Internet geschaut, die Meinungen gefunden , die sogar noch mal kommentiert waren. Das fand ich interessant. Auf jeden Fall ging es nur darum, das Gemüse beim Grillen auch nicht viel ungefährlicher sich verändert als Fleisch. Und im Kommentar dann, dass Gemüse wichtig und gesund sei. Also ran an die Aquarellfarben und weiter gepinselt, das nächste ist Rosenkohl. Außerdem habe ich nach einigem Suchen auch den Namen eines Chansonsängers gefunden, dessen Stimme mir angenehm erschien. Jean Ferrat. s

Also das werde ich öfter nutzen. Heute haben wir wieder Fritz gezeichnet, ich habe wieder im Atelier geheizt und voll Dankbarkeit an den Holzspender gedacht. Es ist wirklich eine erholsame Athmosphäre- etwas Konzentration und viel Erholung. Dann muss man natürlich auch immer was essen. Jedesmal schaut Fritz anders und ist in anderer Weise falsch gezeichnet. Das ist schon interessant. Ich muss doch mal so was fotografieren. N. war wieder echt genial, er hat Fritz im Gespräch mit einer Kuh gezeichnet- die Kuh war freilich erfunden. Da wäre ja auch ein Scanner denkbar. Mit einem wilden Entschluss habe ich heute einen gekauft, schon fürchtend, dass er sich wieder schlecht mit meinem System verbindet- man wird sehen. Ohne Hilfe ging es jedenfalls nicht.

Gemüse

November 25, 2009 von blinkyblanky

Also ich mache ja das mit dem Gemüse, den Wirsing habe ich ja schon mal gezeigt. Alle 14 Tage in etwa ist eine andere Gemüsesorte dran, von mir gezeichnet und coloriert und von einer Freundin beschrieben erscheint es in der Zeitung. Auch andere Leute machen Artikel über Essen und Gemüse und so, aber meist mit Fotos. 2 kleine Probleme sind drin. Erst hat es mehr Spaß gemacht als jetzt nach vielen Folgen, es ist so etwas wie Pflicht geworden. Das 2. ist, ich habe eigentlich alle Ernährungsempfehlungen etwas satt. Essen, was gesund macht geht mir fast genauso an den Keks wie „Lesen, was gesund macht.“

Jeder kann schließlich auch von alleine drauf kommen, was er so mag und was nicht. Wieviel Zeit er fürs Einkaufen verbrauchen will, wieviel Energie für Kochen und so.

Ernährung ist auf jeden Fall wichtig, aber dieses Drummrumgerede ist meiner Meinung nach weniger wichtig. Essen, was schmeckt. Lesen, was einem was bringt. Fernsehen, wenn es interessant ist.

Das ist nicht einfach, auch sogenannte gesellschaftliche Verpflichtungen sind nicht immer unterhaltsam. Erst denkt man: wie schön und zieht sich was Gutes an, dann denkt man, wenn hier weiter so blöd geredet wird, jeder irgendwie in die Luft und nicht richtig mit einem Gesprächspartner, dann halte ich es nicht mehr lange aus.

Na ja, ich bin auch schwierig…

aber ich denke, diese Problematik ist noch nicht richtig durchdacht, da muss ich noch mal dran gehen. Aber immer noch besser, es geht um Gemüse als um komische Fertigprodukte oder windige Medikamente.

Vorliebe

November 20, 2009 von blinkyblanky

Ich will mich auch fragen, was ich lieber und was ich weniger gern mache. Also in der ehemaligen Kaufhalle ausstellen und die Bilder im offenen Hänger hochkant zu transportieren, gehört zur 2. Gruppe.

Gestern habe ich in Arte diesen Film „Millionenblase“ geschaut. Es kam auch Anselm vor. Ich weiß noch nicht so genau, was ich davon halten soll, spreche später noch mal darüber. Jetzt gibt es Mittagessen.

Ich schreibe einfach jetzt weiter. Also wenn es mit den Preisen für Kunstwerke in Millionenbeträge geht, dann ist mir das schon auch nicht geheuer. Ich denke, bei so Preisen ist ein wie auch immer zu bemessender Prozent Anteil die Leistung des Künstlers. Dann geht es ähnlich wie beim Milch oder Kartoffelverkauf durch verschiedene Hände, die Interesse daran haben, dass die Ware Kunst nicht billiger, sondern eher immer teurer wird. Es entsteht etwas Ähnliches wie bei der Börse. Und wenn man die beteiligten Typen so anschaut, dann spürt man ihre innere Nervosität, die auch von Liebe zur Kunst getragen wird, aber auch von Liebe zum Geld, das mit der Kunst verdient werden soll. Die Künstler können froh sein, wenn sie sich davon nicht anstecken lassen. Das ist aber nicht zu verallgemeinern und es muss gesagt werden, dass ich echt wenig Ahnung habe. Ich habe deswegen auch gezögert, mich überhaupt zu der Thematik zu äußern.

 

Gerade höre ich, dass der Papst sich für Künstler interessiert. Das ist ja ganz einfach: wie früher auch- einfach bezahlen und sammeln.

Idole werden anscheinend gesucht, nachdem es im Fußball anscheinend auch kriselt.

Für mich sind Künstler, wenn sie ihre Arbeit gut machen, Idole. Ich kann das nur bewundern und ich finde aktuelle Kunst sehr interessant.

Zeichnen

November 19, 2009 von blinkyblanky

Heute wird wieder mal gezeichnet, Fritz kommt hoffentlich als Modell. Gestern Abend hat er mir noch geholfen beim Verstauen der kleinen Formate. Die großen warten dann noch bis morgen. P.H hat nicht so richtig gezogen mit “ helfen wollen“, er wird seine Gründe haben.

Es ist schönes Wetter und ich freue mich auf normale Arbeit im Atelier. Ich werde mal Zeichnungen der gleichen Position von mir und meinem Mann hochladen. Das ist ganz witzig. N. ist ein einfach genialer Zeichner, da bin ich immer wieder begeistert.

Heute habe ich noch etwas Betonmatsche oben auf den Treppenabsatz geschmiert, nachdem ich gemerkt habe, dass das Zeug hält.

Ich bin auch etwas weiter gekommen mit Vorurteilabbau, aber die Bilder meiner Nachfolgerin in dem Raum stellen mich noch mal auf die Probe. Man wird sehen.

Regen

November 16, 2009 von blinkyblanky

Gestern vor einem Jahr ist meine Schwester gestorben, Volkstrauertag, Totensonntag und Regen. Aber es ist nicht kalt und außerdem ist noch mein Sohn ST. da und außerdem merke ich, dass ich toleranter geworden bin. Dann war auch so eine gereizte Stimmung zwischen mir und meinem Mann, ich habe mich gegängelt gefühlt, das ist jetzt auch besser. Eigentlich will ich mich auch nicht mehr so viel von Vorurteilen leiten lassen.

Ich denke, es ist wichtig und richtig, dass – eh man sich aufzählt,  was einem alles nicht in den Kram passt, man darüber nachdenkt, was gut ist. Ich habe festgestellt, dass auch Angenehmes gerade  so im Zeitfluss an mir vorbeirauscht, ohne mich richtig zu erfreuen. Darüber werde ich noch nachdenken und mir überlegen, wie ich das ändern kann. Z.B.wenn Weihnachten alle Kinder da sind, überfällt mich manchmal eine Nervosität, eine Angst, Falsches zu sagen oder zu machen, anstatt mich einfach nur zu freuen. Da muss ich noch dran arbeiten. So was geht schon, ich merke das an meinem Vorurteilverhalten- es wird besser.

Erst muss die Sache erkannt werden, dann an sich selbst beobachtet, dann hinterfragt, dann beim nächsten Mal: Stop- hier kommt was, was Du nicht brauchst.

Ich weiß, das hört sich einfacher an, als es ist, aber es geht dann in kleinen Schritten schon. Vielleicht wenn man auch nicht so sehr den Blick auf hehre weite Ziele richtet, sondern auf das Stück Zeit, das direkt vor einem liegt.

Hallo Hallo

November 15, 2009 von blinkyblanky

Also heute nur noch eine kurze Notiz zum Zeitungsartikel: „während der Sockel finster rostet, glänzen die Kugeln und Walzen.“ Also das habe ich erstmal falsch verstanden, weil ich gedacht habe, die Sockel sind doch aus Holz, merkt das denn keiner?

Aber sie meint die Teile, die die Figur zum Stehen bringen. „Im Gegensatz zu den unfarbigen Skulpturen schreien die 36 ausgestellten Werke Rincks danach, betrachtet zu werden.“ Beim Lesen des Artikels fühlte ich mich so langsam in meine alte Aufgabe als Kunsterzieherin und kritische Beurteilerin solcher Texte gedrängt. Aber dann habe ich schnell wieder einen Schritt zurück gemacht, der blonden Praktikantin nicht mehr kritisch auf die Feder geschaut und nur noch etwas geschmunzelt. P.H. meinte, als ich ihn traf, ob ich der Dame den Text so gesagt hätte, was ich verneinte mit den Worten: so interessante Formulierungen fallen mir nicht ein, ich habe nur was von Fundstücken gesagt.

Aber nicht nur junge Leute werden irgendwie in ihrer Sprache halblogisch, wenn sie vor der Aufgabe stehen, was über Kunst zu sagen, zu der sie selbst wenig Beziehung haben. Man müsste erst versuchen zu verstehen oder zu mögen und dann reden.

Als ich als Kunstvereinsvorsitzende noch vor der schwierigen Aufgabe stand, eine Laudatio für die Preisträger zu formulieren, konnte ich das auch nicht in 5 Minuten. Also darf man bei so Sachen die Worte nicht auf die Goldwaage legen. Wenn dann die Namen schon mal richtig geschrieben sind, der Figaro in Paris hat St. Namen in Pink verwandelt, dann will man nix sagen.

Jetzt hoffe ich nur, dass am Mittwoch Donnerstag alles mit dem Rückweg klappt, denn irgendwie bin ich dem ganzen Zueinander oder Durcheinander  von unterschiedlichsten Arbeiten müde.

Hallo noch mal

November 13, 2009 von blinkyblanky

Jetzt schicke ich noch 2 Fotos von Irgendlink. Inzwischen sind sie da. Das sind Fotos von der Eröffnung, man merkt schon auch, dass viel los war. Also das 1. Bild zeigt eigentlich mehr die Ecke mit meinen Bildern und den Skulpturen von H. Das hat sich gut gemacht, mal sehen , wie sie in der nächsten Staffel aussieht, dann Holzarbeiten von H. und Bilder einer sympatischen Dame.dsc_8497

 

dsc_8520

Hallo

November 10, 2009 von blinkyblanky

Eigentlich wollte ich heute auch noch Fotos von der Eröffnung zeigen, aber Irgendlink, der sie gemacht hat, ist wohl etwas dazwischen gekommen, macht nix.

Manche Leute können sich und ihre Bilder so herrlich darstellen. Da muss ich noch dran arbeiten. Heute war so ein Mädel, nehme an Praktikantin, von der Zeitung da. Erste Panne war, dass ich nicht richtig das Licht an bekommen habe, als sie ging, hat es dann endlich gebrannt. Die Grundlichtversorgung war aus, obwohl sie eigentlich an sein sollte, damit man auch was sieht, wenn die Ausstellung nicht geöffnet ist. Erst habe ich dann Stecker für die Strahler, dann such- such-ohne Erfolg. Inzwischen: was soll ich der Dame sagen, was ihr beim Schreiben hilft. Ich habe da verschiedenes Unverständliches zusammen gestammelt, sie hat Notizen gemacht. Wenn es ihr gelingt, daraus einen brauchbaren Artikel zu zaubern, dann Respekt. Wieder such Licht- wieder schnell eine Idee her, die Plastiken und Skulpturen von PH waren noch schlechter zu sehen. Na ja… ist schließlich auch egal. Da wären jetzt Titel brauchbar gewesen. Als ich ihr sagte: ich sei zu faul gewesen für Titel, meinte sie: das schreibe ich besser nicht in den Artikel. Ist aber doch so: meine Freundin B. hat ja die Schildchen gemacht, da hat sie dann schon aufgepasst, dass sie die Technik und die Maße und Daten nicht verwechselt und da hätte sie auch noch Titel- zum Teil 2reihig schreiben sollen. Schließlich war ich Do Abend schon müde und Freitag Abend hat sie sie selbst angebracht, da wäre ich dann nervös gewesen beim Ankleben. Öffentlichkeitsarbeit muss ich noch lernen, aber wer weiß, ob noch mal eine Gelegenheit kommt, wo ich sie brauchen kann. Ich hätte es machen sollen wie G. Hoehme, als ich ihn fragte, ob er mir bei der Deutung seiner Bilder helfen könnte, sagte er: „Schauen Sie sich die Bilder an.“ das ist die einzig richtige Antwort. Oft dient es auch, wenn man 2x hinschaut, oder die Bilder von irgendwoher schon kennt.

Heute im Spanischkurs haben wir einen Artikel aus der Zeitung gelesen, dass Berlin einen spanischen Preis bekommen hat.“ Premio Pricipe de Asturias de la Concordia“. Ich finde es eigentlich unerhört, dass zumindest ich bei all dem Gebabbel über den Mauerfall nichts davon gehört habe. Ich werd gleich mal bei Google schauen ,was da gesgt wird.